Logo Kanton St.Gallen
Publiziert am 07.06.2019 08:40 im Bereich Allgemein

Die Resultate der zweijährigen Projektierungsphase für den AutobahnanschlussPlus werden am 17. September 2019 an einer Informationsveranstaltung vorgestellt. Die Stimmberechtigten in Goldach und Rorschach können am 17. November 2019 an der Urne entscheiden, ob das Gesamtprojekt AutobahnanschlussPlus weiterentwickelt werden soll.

Der Kanton St. Gallen hat mit den drei Gemeinden Goldach, Rorschach und Rorschacherberg das Entwicklungsprojekt «AutobahnanschlussPlus» erarbeitet. Im August 2017 stellten die Beteiligten das Projekt der Bevölkerung vor. Nach Auswertung der öffentlichen Vernehmlassung verabschiedete die Steuerungsgruppe eine überarbeitete Version des Masterplans. Anschliessend wurden die Projektierungsarbeiten in Angriff genommen. Das Vorprojekt für die Kantonsstrasse zum See soll im September 2019 vorliegen und an einer Informationsveranstaltung am 17. September 2019 präsentiert werden. 

Abstimmung im November 

Dank des grossen Nutzens und der sehr hohen Wirksamkeit des Projektes konnte die Finanzierung sowohl auf Bundes- (Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds NAF, Agglomerationsprogramm) als auch auf Kantonsebene (kantonales Strassenbauprogramm) sichergestellt werden. Damit das Projekt realisiert werden kann, braucht es die Zustimmung der Gemeinden Goldach und Rorschach. Die Stimmberechtigten entscheiden am 17. November 2019 über das Vorprojekt. Bei einem Nein zum Kantonsstrassenprojekt würde der Bund sein Projekt für den Autobahnanschluss beenden. Bei einem Ja würde das Projekt im Detail ausgearbeitet. Anschliessend folgte das Auflageverfahren mit den entsprechenden Rechtsmittelmöglichkeiten. 

Mehrstufiges Vorgehen 

Das Gesamtprojekt «AutobahnanschlussPlus» umfasst einen neuen Autobahnanschluss (Bund), eine neue Kantonstrasse zum See (Kanton) sowie zahlreiche Begleitmassnahmen in den drei Gemeinden (Gemeinden Goldach, Rorschach und Rorschacherberg). Die Abstimmung der einzelnen Projektebenen verlangte nach einem mehrstufigen Vorgehen und beanspruchte entsprechend Zeit. Der Masterplan bildet die Grundlage für alle Arbeiten. In ihm sind alle Detailinformationen und Entscheidungsgrundlagen zusammengefasst. Nach der breit angelegten Vernehmlassung wurde er überarbeitet. Auch die von der Gegnerseite favorisierte Alternativ-Variante «Null Plus» (neue Unterführungen, aber ohne Autobahnanschluss) wurde geprüft und die Resultate wurden im Masterplan ergänzt. 

Anschliessend starteten die detaillierten Projektierungsarbeiten für den Autobahnanschluss durch das Bundesamt für Strassen (ASTRA) sowie für die Kantonsstrasse zum See durch den Kanton. Parallel dazu arbeiteten die Gemeinden an den lokalen Projektelementen der Gesamtlösung. So fahren in Goldach noch diesen Monat die Bagger für die Verlängerung der Mühlegutstrasse und die neue SBB-Unterführung auf. 

Bevölkerung informieren und einbinden 

Den Behörden ist es wichtig, offen und transparent zu informieren. Der über 100-seitige Masterplan ist öffentlich zugänglich. Die wichtigsten Elemente wurden in einem Informationsflyer zusammengefasst. Im August 2017 fand eine Informationsveranstaltung statt. Danach wurde regelmässig über Medienmitteilungen informiert. 

http://www.autobahnanschluss-plus.ch