Publiziert am 17.05.2019 14:48 im Bereich Allgemein
Südansicht des LZSG

Heute eröffnen das Bau-, das Volkswirtschafts- und das Bildungsdepartement nach rund zwei Jahren Bauzeit den Ersatzneubau für das Landwirtschaftliche Zentrum in Salez. Mit dem Neubau verfügt das Zentrum wieder über den nötigen Raum für einen zeitgemässen Schulbetrieb.

Der Neubau für das Landwirtschaftliche Zentrum ist als zweiflügeliger Holzbau in L-Form konzipiert und passt mit seiner langgezogenen Silhouette gut in die Landschaft. Der Flügel für den Schulbereich ist zweigeschossig, der Flügel für das Internat mit Gästezimmern und Abwartswohnung dreigeschossig. Dank der räumlichen Trennung werden die vorherigen ungünstigen räumlichen Verflechtungen der verschiedenen Nutzungen behoben. Zusammen mit der bestehenden Werkhalle und dem Verwaltungsgebäude bildet der Neubau einen grosszügigen Innenhof. Im Innenhof können die für die Ausbildung wichtigen Sortengärten erstellt werden. 

Um die Betriebskosten und den Energiebedarf zu reduzieren, ist der Neubau mit einem Minimum an Haustechnik ausgestattet. Das Low-Tech-Gebäude richtet sich nach dem Modell der 2'000-Watt-Gesellschaft. Ziel der 2'000-Watt-Gesellschaft ist eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen und Energieträger. Das neue Gebäude wird mit einer Holzschnitzelanlage mit nachhaltigem Rohstoff aus der Region beheizt. Diese Heizzentrale liefert über eine Fernleitung künftig auch die Heizenergie für die kantonale Strafanstalt Saxerriet und das Oberstufenzentrum Türggenau der Gemeinde Sennwald. Auf dem Flachdach des Neubaus ist eine Fotovoltaikanlage installiert. Sie deckt rund 60 Prozent des Strombedarfs. 

Seit 2004 sind die Landwirtschaftliche Schule Flawil, die Bäuerinnenschule Custerhof und das Landwirtschaftliche Kurszentrum Kaltbrunn schrittweise aufgehoben worden. Die Leistungen der Institutionen wurden am Standort Salez zum Landwirtschaftlichen Zentrum St.Gallen mit verschiedenen kantonalen Beratungs- und Fachstellen, einem Tageszentrum mit Internat sowie Unterrichtsräumlichkeiten für die landwirtschaftliche Berufsbildung zusammengefasst. 

Das in den 1970er-Jahren errichtete und in den 1980er-Jahren erweiterte Landwirtschaftliche Zentrum in Salez genügte diesem Bedarf nicht mehr. Aufgrund der örtlichen Konzentration fehlten der Landwirtschaftsschule rund 900 Quadratmeter Fläche. Dank des Neubaus verfügt die Landwirtschaftsschule wieder über den nötigen Raum für einen zeitgemässen Schulbetrieb. 

Die Gesamtkosten für den Teilabbruch und den Ersatzneubau belaufen sich auf 32 Millionen Franken. Die Bauzeit betrug rund zwei Jahre.