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Publiziert am 27.05.2019 08:43 im Bereich Allgemein

Bis am 15. August 2019 liegt der Entwurf der Richtplan-Anpassung 19 in allen Gemeinden öffentlich auf und ist im Internet abrufbar. Der St.Galler Richtplan wird jährlich überarbeitet. Die Bevölkerung ist eingeladen, mitzuwirken und Anregungen einzureichen.

Mit dem Richtplan zeigt die Regierung die Ziele auf, die sie in der räumlichen Entwicklung des Kantons verfolgt. Um die Bedürfnisse zeitgerecht in den Richtplan aufzunehmen, wird er periodisch angepasst. 

Raum für öffentliche Nutzungen sichern 

Die regionale Feuerwehr Pizol mit den drei Gemeinden Mels, Sargans und Vilters-Wangs hat für ein gemeinsames Feuerwehrdepot Standortabklärungen getroffen. Als am besten geeigneter Standort konnte das Gebiet «Riet» in der Gemeinde Vilters-Wangs evaluiert werden. Der Abwasserverband Saar mit den Gemeinden Mels, Sargans, Vilters-Wangs und Wartau betreibt die Abwasserreinigungsanlage (ARA) in Sargans. Die ARA muss saniert, erneuert und erweitert werden. In der Gemeinde Rebstein soll die Fussballanlage «Birkenau» um einen Platz erweitert werden, um einen reibungslosen Spielbetrieb zu gewährleisten. Für alle drei Erweiterungen des Siedlungsgebiets ist der konkrete Bedarf ausgewiesen und das öffentliche Interesse gegeben. 

Wirtschaftliche Schwerpunktgebiete ergänzen 

In der Stadt St.Gallen sind mehrere Anpassungen vorgesehen: Die Gebiete St.Gallen West/Gossau Ost und Martinsbrugg-Schachen sollen zu A-Standorten werden. Die Gebiete sind so weit entwickelt, dass massgebliche Flächen zur Verfügung stehen und vermarktet werden können. Der Standort Mövenstrasse kann unmittelbar als A-Standort festgesetzt werden, da die Aufbereitung weit fortgeschritten ist. Die Gebiete Bahnhof Nord und Steinachstrasse sollen in die Liste der Standortaufbereitung, die B-Standorte, aufgenommen werden. 

Abbaustandorte weiterführen 

Als neuer Abbaustandort wird das Gebiet Kräften Gublen in der Gemeinde Kaltbrunn aufgenommen. Der Standort Sonnenfeld in Eschenbach wird aufgeteilt. Ein Teil des Standortes wird im Richtplan festgesetzt. Da weitere Abklärungen zur Landschaft nötig sind, bleibt der östliche Teil als Zwischenergebnis im Richtplan. In der Gemeinde Kirchberg wird aufgrund der raumplanerischen Grobbeurteilung der Standort Chnoden Nord + Süd festgesetzt. 

Mehr Aushubmaterial für Deponien 

2017 stieg die Ablagerungsmenge von unverschmutztem Aushubmaterial erstmals seit vier Jahren leicht an. Mit rund 1,3 Millionen Kubikmeter liegt sie seit Jahren auf einem sehr hohen Niveau. Die Ablagerungsmenge von nicht verwertbaren mineralischen Bauabfällen und leicht belastetem Aushubmaterial hat sich in den letzten fünf Jahren auf rund 200'000 Kubikmeter verdoppelt und dürfte weiter zunehmen. Der Handlungsbedarf in Bezug auf die Entsorgung von Aushubmaterial ist ausgewiesen. Mit der Richtplananpassung 19 werden die Standorte Hofweid in Gommiswald/Kaltbrunn, Gubel in Kaltbrunn/Uznach, Thurhof in Oberbüren und St.Dionys in Rapperswil-Jona für den Eintrag in den Richtplan vorgeschlagen. 

Der Entwurf der Richtplan-Anpassung 19 liegt bis am 15. August 2019 in allen Gemeinden öffentlich auf. Ab sofort können die Vernehmlassungsunterlagen beim Amt für Raumentwicklung und Geoinformation des Kantons St.Gallen bezogen werden. Ebenso sind der Entwurf unter weitere Grundlagen unter www.areg.sg.ch publiziert.