Logo Kanton St.Gallen
Publiziert am 25.04.2019 15:23 im Bereich Allgemein
Tagung Zusammenwirken zu Behindertenpolitik im Pfalzkeller am 25.04.2019

Das Departement des Innern veröffentlichte kürzlich einen Wirkungsbericht zur kantonalen Behindertengesetzgebung. An der heutigen Tagung diskutierten Fachpersonen aus dem Behindertenbereich, aus der Verwaltung und Menschen mit Behinderung die Schwerpunkte und Massnahmen, die der Bericht für die kommenden Jahre setzt. Die Richtung der Behindertenpolitik des Kantons stimmt – nun fordern Verbände und Betroffene, dass die geplanten Massnahmen zeitnah und nachhaltig umgesetzt werden.

Regierungsrat Martin Klöti begrüsste die Anwesenden an der Tagung «Zusammenwirken» im Pfalzkeller in St.Gallen und informierte über die Stossrichtung und die künftigen Schwerpunkte der kantonalen Behindertenpolitik im Kanton St.Gallen. Für den Kanton sind vor allem zwei Punkte wichtig, sagte Regierungsrat Martin Klöti, dass bei der Behindertenpolitik immer der Mensch im Zentrum steht und dass möglichst jede Person befähigt wird, eigene Möglichkeiten zu nutzen und diejenigen Angebote erhält, die sie braucht. Die bisherige Richtung der kantonalen Behindertenpolitik stimmt. Das zeigt ein Wirkungsbericht zur kantonalen Behindertenpolitik, der Anfang Jahr veröffentlicht wurde. Darauf aufbauend will der Kanton in den nächsten Jahren behindertenpolitische Akzente setzen und Massnahmen umsetzen. 

Vielfältige Massnahmen geplant 

Christina Manser, Leiterin des Amtes für Soziales, zeigte den vom Kanton festgestellten Handlungsbedarf und die konkreten Massnahmen für die kommenden Jahre auf. Sie erläuterte, dass die skizzierten Massnahmen schrittweise umgesetzt würden. Dabei werde dem Einbezug von Menschen mit Behinderung weiterhin hohes Gewicht gegeben.

Die Verbände und Organisationen fordern, dass der Wirkungsbericht, der gute Massnahmen vorsieht, jetzt auch wirklich umgesetzt wird. Er soll kein Papiertiger werden, sondern die Situation von Menschen mit Behinderung im Kanton St.Gallen tatsächlich verbessern. 

Neuer Förderkredit für Betroffene 

Als direkt wirksame Massnahme schafft der Kanton einen neuen Förderkredit für Betroffene. Menschen mit Behinderung sollen dadurch selber aktiv und in ihrer Teilhabe gestärkt werden. Mit jährlich 80´000 Franken werden Projekte von und für Menschen mit Behinderung finanziell unterstützt. Der neue Förderkredit ist ab Mai 2019 verfügbar. Gesuche können beim Amt für Soziales eingereicht werden. Die entsprechenden Antragsprozesse sind dabei bewusst einfach gehalten. Betroffene sollen so leicht an finanzielle Mittel kommen. 

Diskussion zeigt künftige Optionen auf 

Anschliessend an die Inputreferate haben die Referierenden den Handlungsbedarf und die vorgeschlagenen Massnahmen im Rahmen eines Podiumsgesprächs diskutiert. Hansueli Salzmann von Procap St.Gallen-Appenzell meinte: «So ist zum Beispiel der neu geschaffene Förderkredit sehr zu begrüssen. Ich wünsche mir, dass der Kredit dazu beiträgt, dass Menschen mit Behinderungen angespornt werden, Projekte und Ideen einzubringen.»