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Publiziert am 29.03.2019 08:00 im Bereich Allgemein

Die Brücke Rhein Kriessern-Mäder ist schadhaft und die Tragsicherheit weist Mängel auf. Mitte April 2019 starten das Land Vorarlberg und der Kanton St.Gallen mit den Vorbereitungsarbeiten für die Instandsetzung der Brücke. Die Bauarbeiten dauern bis ins Frühjahr 2020.

Die Brücke ist stark sanierungsbedürftig, weshalb verschiedene Massnahmen vorgesehen sind. So werden der Überbau statisch verstärkt und der Unterbau lokal instand gesetzt. Die Fahrbahnübergänge, Randborde, Entwässerung, Beläge und Abdichtungen werden ersetzt. Zusätzlich wird beim Zollamtsplatz Kriessern der Fahrbahnbelag erneuert; die Panzersperre und die Geleise der internationalen Rheinregulierung werden abgebrochen. Die Gesamtkosten betragen 7,44 Millionen Franken. 4,57 Millionen entfallen auf den Kanton St.Gallen, 2,56 Millionen auf das Land Vorarlberg sowie 0,3 Millionen auf die Gemeinde Oberriet.

 

Vorarbeiten ohne Verkehrsbehinderungen

 

Die Vorarbeiten im April und Mai 2019 finden ohne Verkehrsbehinderung oder teilweise in der Nacht statt. Während der Hauptarbeiten zwischen dem 11. Juni 2019 und 11. Oktober 2019 ist die Brücke für den Verkehr gesperrt. Der Geh- und Radweg wird provisorisch auf dem Arbeitsgerüst geführt. Während der Arbeiten am Unterbau von Oktober 2019 bis April 2020 ist keine Sperrung vorgesehen. Arbeiten, die den Verkehr behindern, sind nur in der Nacht geplant.

 

Verkehr wird umgeleitet

 

Der Handelsverkehr von Wolfurt wird über Lustenau-Au beziehungsweise über Höchst-St. Margrethen umgeleitet. Die Sammelmeldungen sowie Ein- und Ausfuhrveranlagungen werden über Meinigen-Oberriet umgeleitet. Der internationale Transit wird über Au-Lustenau oder St. Margrethen-Höchst geführt. Internationale Transite, die vor der Brückensperrung den Grenzübergang Kriessern-Mäder benützten, können während der Sperrung den Übergang Diepoldsau-Hohenems benutzen.

 

Flankierende Massnahmen vorgesehen

 

Um die Auswirkungen der Sperrung möglichst gering zu halten, werden folgende Massnahmen getroffen:

  • Beim Zollübergang Diepoldsau-Hohenems wird beidseitig ein Verkehrsdienst bereitgestellt. In Fahrtrichtung Schweiz werden in Hohenems zusätzliche LKW-Standplätze eingerichtet und die Linksabbiegespur als Durchfahrtsspur signalisiert.

  • Beim Zollübergang Oberriet-Meiningen wird ebenfalls beidseitig ein Verkehrsdienst bereitgestellt. Zusätzlich werden die Öffnungszeiten von 07.30 bis 17 Uhr ausgedehnt.

  • An den Zollstellen werden Karten und Flyer abgegeben.

 

Bei der Rheinbrücke handelt es sich um eine Grenzbrücke im Zuständigkeitsbereich des Landes Vorarlberg und des Kantons St.Gallen. Die Instandsetzung der Brücke wird daher gemeinsam und in enger Abstimmung mit den Vertretern des Landes Vorarlberg, jedoch unter der Federführung des Kantons St.Gallen durchgeführt.