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Publiziert am 22.02.2017 08:06 im Bereich Allgemein

Die Regierung des Kantons St.Gallen will die drei Fachhochschulen im Kanton St.Gallen unter Beibehaltung der heutigen Standorte Buchs, Rapperswil und St.Gallen auf einer gemeinsamen Rechtsgrundlage zusammenführen. Auf Veran-lassung des Kantonsrates wurden vertieft weitere Strukturmodelle geprüft. Dafür hat die Regierung bei Barbara Haering, Firma econcept AG, Zürich, ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses liegt nun vor. Es stützt die Stossrichtung der laufenden Projektarbeiten zur Neustrukturierung der Fachhochschulen im Kanton St.Gallen.

Die Fachhochschule Ostschweiz (FHO) erfüllt die Voraussetzungen für eine institutionelle Akkreditierung nach dem neuen Hochschulrecht nicht. Deren Teilschulen sind zu wenig koordiniert. Die NTB Buchs ist sehr klein und hat ein Lehrangebot in nur einem einzigen Fachbereich, was aufgrund der Bundesgesetzgebung eine separate Akkreditierung ausschliesst. Für eine Akkreditierung der drei Fachhochschulstandorte im Kanton St.Gallen (Buchs, Rapperswil und St.Gallen) ab dem Jahr 2023 sind strukturelle und rechtliche Anpassungen unumgänglich.

 

Vor diesem Hintergrund hat die Regierung im Jahr 2015 einen Projektauftrag zur «Neustrukturierung der Fachhochschulen im Kanton St.Gallen» erteilt. Der Kantonsrat St.Gallen hat die Regierung am 6. Juni 2016 ergänzend beauftragt, im Bericht zum Postulat 43.08.15 «FHO wohin? – Zeitgemässe Strukturen für eine erfolgreiche Positionierung der Fachhochschule Ostschweiz» auf drei mögliche Strukturmodelle einzugehen. Die Regierung hat zur Erfüllung dieses Zusatzauftrags bei der Firma econcept AG, Zürich, ein externes Gutachten in Auftrag gegeben. Darin werden dem grundsätzlich im Vordergrund stehenden Strukturmodell mit einem Rechtsträger auch die möglichen Varianten einer Fachhochschulstruktur im Kanton St.Gallen mit zwei Rechtsträgern gegenübergestellt.

 

Das Gutachten liegt nun vor und abrufbar unter https://kanton.sg/gutachten-fh. Die Gutachterin, Barbara Haering, ist Titularprofessorin und Lehrbeauftragte der Universität Lausanne im Bereich Public Management and Policies und Präsidentin oder Mitglied verschiedener Strategieorgane der Wissenschaftspolitik auf nationaler und internationaler Ebene. Ihre Schlussfolgerungen stützen im Wesentlichen die Stossrichtung der laufenden Projektarbeit der Regierung des Kantons St.Gallen, namentlich die Umsetzung des Strukturmodells mit einem Rechtsträger für alle drei Schulstandorte.

 

Im März 2017 werden im Rahmen des laufenden Projektes allen Regierungen der potentiellen Hochschulträger der Ostschweiz die Zwischenergebnisse der Projektarbeit unterbreitet und deren Haltung zu einer trägerschaftlichen Beteiligung an der künftigen Schule erfragt. Die Regierung des Kantons St.Gallen wird die Erkenntnisse aus der Projektarbeit, aus dem Gutachten und aus der Konsultation der Regierungen in den Bericht an den Kantonsrat zum Postulat einfliessen lassen. Dieser Bericht wird dem Kantonsrat im Juni 2017 zugeleitet. Er wird eine wichtige Weichenstellung für die künftige Trägerschaft und Struktur der Fachhochschulstandorte im Kanton St.Gallen markieren.