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Publiziert am 24.08.2015 09:31 im Bereich Allgemein

Mit der Eröffnung des neuen Bahnhofplatzes St.Gallen sollen weitere Durchmesserlinien realisiert werden. Neue Verknüpfungen ermöglichen zudem eine bessere Abstimmung des städtischen und regionalen Busnetzes in der Stadt St.Gallen. Das Buskonzept St.Gallen Ost / Oberthurgau 2019 zeigt auf, in welche Richtung sich das Busangebot in der Region entwickeln könnte.

Der Umbau des Bahnhofplatzes St.Gallen und die geplanten Änderungen des Bahnangebotes im Fahrplan 2019 waren Anlass für eine Überprüfung des Busangebotes in der Region St.Gallen. Die Kantone St.Gallen und Thurgau haben gemeinsam mit der Region und den grösseren Gemeinden ein Konzept erarbeiten lassen. Der Bericht umfasst den Raum von Gossau/Abtwil und Rorschach bis Amriswil und betrachtet sowohl das regionale wie auch das städtische Busangebot für den Fahrplan 2019.

 

Die Platzverhältnisse auf dem Bahnhofplatz St.Gallen stellen die Planer und Betreiber vor grosse Herausforderungen. Die Busse der regionalen Buslinien können nicht mehr lange auf dem neuen Bahnhofplatz stehen bleiben, da eine Buslinie die Haltekante mit anderen Linien teilt. Das bedeutet, dass der Bus wegfahren muss, bevor der nachfolgende Bus die Kante wieder beansprucht. Dazu müssen die Busse als Durchmesserlinien betrieben werden. Vorgesehen ist etwa eine Verlängerung der Buslinie Wittenbach - St.Gallen nach Abtwil. Die Linie Gossau - St.Gallen könnte nach Mörschwil und Horn weitergeführt werden. Auch die städtischen Buslinien werden neu verknüpft. Der Ost-Ast der Linie 7 Neudorf - Hauptbahnhof soll zum Beispiel mit den Linien 2 und 8 in Richtung Bruggen verbunden werden. Die Linie 3 Heiligkreuz - Hauptbahnhof soll bis zum Säntispark verlängert werden. Dazu sind aber elektrische Leitungen für den Trolleybus zu bauen. St.Georgen soll künftig ebenfalls mit Trolleybussen bedient werden und eine direkte Verbindung zum Marktplatz erhalten. Ob diese Linie über das Depot hinaus in Richtung Bahnhof St.Fiden und Heiligkreuz verlängert werden könnte, ist Gegenstand weiterer Abklärungen.

 

Ziel der Planung ist eine bessere Abstimmung des städtischen und regionalen Busnetzes innerhalb der Stadt St.Gallen. Die beiden Systeme sollen sich auf überlagernden Korridoren – wo möglich - zu einem gemeinsamen Takt ergänzen. Neu soll zudem auch der Bahnhof Mörschwil mit dem Bus erschlossen werden. Dank schlanken Umsteigezeiten in Mörschwil wäre der östliche Teil der Stadt St.Gallen aus dem Raum Rorschach und Rheintal schneller erreichbar.

 

Das vorliegende Konzept St.Gallen Ost / Oberthurgau 2019 ist derzeit bei den betroffenen Gemeinden im Raum Gossau/St.Gallen/Rorschach/Arbon und den Transportunternehmen in Vernehmlassung. Das Amt für öffentlichen Verkehr erwartet die Stellungnahmen bis Ende September.