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Publiziert am 04.03.2015 14:01 im Bereich Allgemein

Aufgrund des starken Nachfragerückgangs war vorgesehen, das Berufsvorbereitungsjahr ab dem Schuljahr 2015/16 statt vollschulisch neu mit einem Praxisteil zu führen – dies im Rahmen des bestehenden gesetzlichen Spielraums. In der Zwischenzeit hat der Kantonsrat die Regierung beauftragt, das Gesetz so zu ändern, dass das Berufsvorbereitungsjahr an mindestens zwei Standorten im Kanton zwingend als vollschulisches Angebot geführt wird. Das Bildungsdepartement hat nun entschieden, das bisherige Angebot nahtlos an allen drei Standorten St.Gallen, Buchs und Toggenburg fortzuführen.

Der Gesetzgebungsauftrag des Kantonsrates aus der Februarsession 2015 kann zwar nicht bereits auf Sommer 2015 erfüllt werden. Abklärungen mit den Schulen haben aber gezeigt, dass es trotz anders ausgerichteter Vorbereitungen organisatorisch noch möglich ist, ohne Unterbruch am bisherigen System festzuhalten. Das Bildungsdepartement trägt daher der Willensbekundung im Parlament sofort Rechnung und führt das bisherige Angebot an allen bisherigen Standorten – Berufs- und Weiterbildungszentren in St.Gallen (GBS), in Buchs (bzb) und im Toggenburg (BWZT) – fort.

 

Die Anmeldefrist für das Berufsvorbereitungsjahr wird aufgrund der besonderen Umstände bis zum 31. Mai 2015 erstreckt. Hält der Nachfragerückgang der letzten Jahre weiterhin an und reichen die Anmeldezahlen nicht für zwei Klassen pro Standort aus, so ist vorgesehen, an jeder der drei erwähnten Schulen mit mindestens einer Klasse zu starten. Dem unterschiedlichen Leistungsstand der Teilnehmenden wird bei nur einer einzigen Klasse an einem Standort so gut wie möglich mit erweiterter innerer Differenzierung Rechnung getragen.

 

Der Auftrag des Kantonsrates zur Anpassung des Gesetzes kann damit ohne Zeitdruck und mit einer offenen Auslegeordnung zu den Brückenangeboten angegangen werden.