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Publiziert am 25.04.2014 16:07 im Bereich Allgemein

Das Departement des Innern ist zusammen mit den Trägerschaften für ein vielfältiges Angebot für erwachsene Menschen mit Behinderung im Kanton zuständig. Für Regierungsrat Martin Klöti ist es deshalb wichtig, immer wieder mit Betroffenen und den Einrichtungen im Austausch zu stehen. Heute besuchte er mit Mitarbeitenden aus dem Amt für Soziales die Wohngemeinschaft Hofberg in Wil und das Johanneum in Neu St.Johann.

Behinderung ist vielgestaltig, dementsprechend vielfältig sind im Kanton St.Gallen die Angebote für erwachsene Menschen mit Behinderung. Von der kleinen Wohngruppe mit drei Plätzen bis zur grossen Werkstätte mit bis zu hundert Arbeitsplätzen existiert ein gutes Netz an Einrichtungen für Menschen, die beim Wohnen und bei der Arbeit auf spezialisierte Betreuung angewiesen sind.

 

Mit den Betroffenen und der Praxis im Kontakt

 

Regierungsrat Martin Klöti, Vorsteher des Departementes des Innern, pflegt die Tradition, an Praxistagen Einrichtungen zu besuchen. Am Freitag konnte er sich so Einblick in die Tätigkeit von zwei Einrichtungen verschaffen. In der therapeutischen Wohngemeinschaft Hofberg in Wil leben rund sechzehn Menschen mit psychischer Behinderung. Ein Bewohner führte durch sein Zuhause und erläuterte seinen Lebensalltag anschaulich. Nicht alle Menschen können in grossen Einrichtungen betreut werden. Sie profitieren von kleinen Einrichtungen, die überschaubar und familiär sind. Die Veränderungen in den letzten Jahren und die bevorstehenden Anpassungen fordern gerade die kleineren Einrichtungen stark.

 

Von der Sonderschule bis zur Werkstätte

 

Einen zweiten Einblick bot das Johanneum in Neu St. Johann. Es ist eine der grösseren Einrichtungen im Kanton und betreibt ein Sonderschulinternat, Ausbildungsplätze, diverse Wohnangebote und auch eine Werkstätte für Menschen mit Behinderung. Regierungsrat Martin Klöti zeigte sich beeindruckt ob des vielschichtigen Angebots des Johanneums. Vor Ort nutzte er auch die Gelegenheit, mit den Verantwortlichen beider Einrichtungen den persönlichen Austausch zu pfle­gen. Auch würdigte er, dass die Menschen mit Behinderung professionell, von gut ausgebildetem Personal betreut und begleitet werden. «Unsere Angebote im Kanton sind vielfältig. Das ist stark und schafft eine vielfältige Gesellschaft, wo Stärkere und Schwächere einen Platz finden und Perspektiven haben.» zog Regierungsrat Martin Klöti sein Fazit am Ende des Praxistages.

 

Bewährte Partnerschaft Kanton und Einrichtungen

 

Der Kanton hat bei spezialisierten Wohnangeboten sowie Werk-, Tages- und Beschäfti­gungsstätten einen umfassenden Auftrag inne: Er bewilligt und beaufsichtigt die Einrich­tungen, plant das mittel- und langfristig notwendige Angebot und finanziert die Aufenthalte namhaft mit. 1'467 Wohnplätze, 1'014 Plätze in der Beschäftigung, in Tagesstätten und 1'637 Werkstattplätze werden im Kanton angeboten. Im Departement des Innern nimmt diese Aufgaben das Amt für Soziales wahr. Die st.gallische Behindertenpolitik basiert auf dem Gesetz über die soziale Sicherung und Integration von Menschen mit Behinderung, das seit vergangenem Jahr in Vollzug ist.