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Publiziert am 20.02.2013 09:30 im Bereich Allgemein

Gemäss den Berechnungen der Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen gingen im letzten Quartal des Jahres 2012 die Exporte aus dem Kanton St.Gallen gegenüber dem vierten Quartal 2011 nominal um 7,3 Prozent, teuerungsbereinigt um 9,0 Prozent zurück. Die Entwicklung variiert nach Regionen und Warengruppen. Während Werdenberg und Rorschach grosse Einbussen verzeichneten, nahmen die Ausfuhren aus dem Rheintal und St.Gallen zu. Im umsatzstarken Bereich Maschinen, Apparate und Elektronik sanken die Exporte, bei Nahrungsmitteln stiegen sie dagegen stark an.

In den letzten drei Monaten des Jahres 2012 exportierten St.Galler Firmen Waren für 2,6 Milliarden Franken. Das entspricht teuerungsbereinigt einem Rückgang von 9,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Damit haben sich 2012 die Ausfuhren in jedem Quartal gegenüber 2011 zurückgebildet. Den stärksten Einbruch gab es im Vorjahresvergleich bei den Fahrzeugen, wo die Exporte teuerungsbereinigt um 54,9 Prozent sanken (neu: 104,6 Millionen Franken). Maschinen, Apparate und Elektronik nahmen um 16,3 Prozent auf 911,3 Millionen ab. Eine starke Zunahme um 26,0 Prozent gab es bei den landwirtschaftlichen Produkten und den Nahrungsmitteln, wo 493,2 Millionen Franken umgesetzt wurden. Die Importe legten leicht zu und machten im vierten Quartal 2012 2,3 Milliarden aus, womit sich ein Handelsüberschuss von 361 Millionen ergibt.

 

Rheintal legt zu, Werdenberg nimmt ab

 

Im Rheintal, dem exportstärksten Wahlkreis, legten die Exporte gegenüber dem Vorjahresquartal real um 4,7 Prozent zu, in See-Gaster – allerdings bei geringeren Umsätzen – sogar um 14,2 Prozent. Am anderen Ende stehen Rorschach mit einem Rückgang von 39,6 Prozent und Werdenberg, wo das Minus 43,2 Prozent betrug. Für St.Gallen und das Sarganserland ergab sich ein Plus von rund 5 Prozent. In Wil blieben die Exporte praktisch gleich (+0,6%), im Toggenburg sanken sie um 6,0 Prozent.

 

Amerika überholt Asien als Absatzmarkt

 

63,6 Prozent der Ausfuhren gingen im vierten Quartal 2012 nach Europa, fast die Hälfte davon, 30,9 Prozent, nach Deutschland. Bei den übrigen Abnehmern haben sich die Gewichte etwas verschoben. Gingen vor Jahresfrist noch 16,2 Prozent nach Asien, waren es aktuell 14,2 Prozent. Besonders ausgeprägt ist der Rückgang der Exporte nach China gegenüber dem Vorjahresquartal mit 42,9 Prozent. Neu ist Nord- und Zentralamerika mit einem Anteil von 17,0 Prozent an den gesamten Exporten an zweiter Stelle (4. Quartal 2011: 11,5%). Die nominalen Exporte in diese Länder nahmen innert Jahresfrist um 37,5 Prozent zu.

 

Hauptsächlich Strassentransporte

 

Gewichtsmässig wird der Hauptteil der Ausfuhren auf der Strasse vorgenommen. Von 466'700 exportierten Tonnen im vierten Quartal wurden drei Viertel auf der Strasse transportiert. Der Schienenverkehr machte 19 Prozent aus.

 

Die Detailzahlen stehen auf dem Statistikportal des Kantons St.Gallen (http://www.statistik.sg.ch/home/themen/b06/Aussenhandel.html) zur Verfügung.