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Publiziert am 17.01.2013 08:27 im Bereich Allgemein

Im vergangenen Jahr sind im Kanton St.Gallen 673 Konkurse eröffnet worden. Dies sind acht Konkurseröffnungen mehr als im Vorjahr und entspricht dem zweithöchsten Wert. Die Entwicklungen bei Firmen, Privaten und ausgeschlagenen Erbschaften sind dabei sehr unterschiedlich, teilt das Konkursamt des Kantons St.Gallen mit.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise schlägt sich im Kanton St.Gallen nur geringfügig in der Konkursstatistik nieder. Die Zahl der Firmenkonkurse ist mit 381 Konkurseröffnungen gegenüber dem Vorjahr (380 Konkurse) auf hohem Niveau praktisch unverändert geblieben. Die Bilanzdeponierungen bei Überschuldungen von Gesellschaften haben sich gegenüber dem Vorjahr von 38 auf 41 erhöht. Organisationsmängel bei Gesellschaften führten in 72 Fällen zum Konkurs, im Vorjahr waren es 98. Der Anteil der Firmenkonkurse aufgrund Mängel in der Organisation ist seit dem Jahr 2010, als noch 173 Konkurseröffnungen zu verzeichnen waren, stark zurückgegangen.

 

Auch bei den Konkursen über Private ist ein markanter Rückgang von 101 auf 80 Konkurse zu registrieren, was einer Abnahme um 21 Prozent entspricht. Demgegenüber ist die Zahl der Konkurse über ausgeschlagene Erbschaften um 15 Prozent von 184 auf 212 angestiegen. Dieser Anstieg entspricht einem Trend der letzten Jahre und einem neuen Rekordwert.

Die Konkurszahlen bewegen sich im mehrjährigen Vergleich auf hohem Niveau. Im Jahre 2001 waren mit 520 Konkursen noch rund 30 Prozent weniger Konkurseröffnungen zu verzeichnen.