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Aktuelles aus dem Erziehungsrat

Der Erziehungsrat hat an seiner Sitzung vom 19. Dezember 2018 unter anderem über folgende Geschäfte beraten:


Volksschule

 

Aufsichtsschwerpunkt 2018; Bezugspersonen einer Klasse

 

Der Aufsichtsschwerpunkt 2018 befasste sich unter dem Titel «Bezugspersonen in den Klassen» u.a mit quantitativen und qualitativen Aspekten rund um die Bereiche Klassenassistenzen, Elternmitwirkung, Zivildienstleistende in Schulen, Angebote zu Förderung und Unterstützung sowie Anzahl Bezugspersonen in Kindergarten und Primarschule. Die Daten wurden mittels Interview bei jenen Schulträgern erhoben, die 2018 durch die Abteilung Aufsicht und Schulqualität beaufsichtigt worden sind. Der Bericht zeigt auf, wie heterogen und vielfältig die erwähnten Bereiche gestaltet werden und welche Herausforderungen sich für die Schulführung im organisatorischen wie auch im pädagogischen Bereich stellen.

Der Bericht über den Aufsichtsschwerpunkt 2018 wird allen Schulträgern zur Verfügung gestellt. Für 2019 ist kein neuer Aufsichtsschwerpunkt durch den Erziehungsrat vorgesehen. Das Amt für Volksschule hat vielmehr den Auftrag erhalten, die Erkenntnisse aus dem Aufsichtsschwerpunkt 2018 einer vertieften Analyse zu unterziehen.

 

Aufsicht über die Sonderschulen, Detailkonzept

 

Mit dem Erlass des Gesamtkonzeptes «Schulaufsicht und Schulqualität» (November 2015) ist vorgesehen, dass im Kanton St.Gallen auf der Volksschulstufe die öffentlichen Regelschulen, die Privatschulen sowie die privaten Sonderschulen durch den Kanton pädagogisch beaufsichtigt werden. Die Abteilung Aufsicht und Schulqualität nimmt im Auftrag des Erziehungsrates diese Aufgabe wahr. Das Detailkonzept zur pädagogischen Aufsicht über die privaten Sonderschulen liegt nun vor. Es beschreibt u.a. die Zuständigkeiten der beiden Abteilungen Aufsicht und Schulqualität (pädagogische Aufsicht) und Sonderpädagogik (Leistungs- und Systemprüfung). Das Konzept sieht einen 3-jährigen Aufsichtszyklus vor. Jährlich werden betriebliche Vorgaben geprüft und Angaben zu einem Aufsichtsfokus erhoben. Einmal im Dreijahreszyklus prüft eine Fachperson in der Institution Bereiche, für deren Beurteilung ein sonderpädagogischer Hintergrund relevant ist.

Das Jahr 2019 wird genutzt, um die Detailplanung abzuschliessen und die privaten Sonderschulen über den Ablauf der Aufsicht zu informieren.
Das Detailkonzept ist online publiziert.

 

Reglement über die Organisation der Oberstufe

 

In der Juni-Session 2018 verabschiedete der Kantonsrat in zweiter Lesung den XX. Nachtrag zum Volksschulgesetz (22.17.12), mit dem die Weiterentwicklung der Oberstufenmodelle und der Ausbau des Niveauunterrichts im Volksschulgesetz (sGS 213.1; abgekürzt VSG) verankert werden. Nach Art. 29 Abs. 5 VSG erlässt der Erziehungsrat Ausführungsbestimmungen über die Organisation der Oberstufe. Diesem Auftrag ist der Erziehungsrat nachgekommen, er hat ein Reglement zur Organisation der Oberstufe ausgearbeitet und in eine Vernehmlassung bei den Anspruchsgruppen gegeben. In der Dezember-Sitzung hat der Erziehungsrat die Vernehmlassungsergebnisse zur Kenntnis genommen und das Reglement erlassen.

  • Im Kanton St.Gallen stehen für die Oberstufe drei Organisationsmodelle zur Verfügung. Nebst der bisher verankerten kooperativen, typengetrennten Oberstufe besteht die Möglichkeit zur Führung einer typengemischten oder einer altersdurchmischten Oberstufe. Diese beiden Organisationsformen sind gemäss Bestimmung des Volksschulgesetzes bewilligungspflichtig. Zur Erlangung einer Bewilligung reicht der Schulträger ein Organisationskonzept ein, das die reglementarischen Bewilligungskriterien erfüllt. Zur Unterstützung des Schulträgers stellt das Amt für Volksschule weitere Unterlagen zur Verfügung.

  • Ausgeweitet wird zudem die Möglichkeit des Niveauunterrichts. Neben den bestehenden Niveaufächern Englisch und Mathematik steht es den Schulträgern frei, auch die Fächer Deutsch, Französisch sowie Natur und Technik in Niveauunterricht zu führen. Je Oberstufenklasse können maximal drei Niveaufächer geführt werden. Ein Niveaufach kann in maximal drei Anforderungsniveaus angeboten werden.


Das Reglement ist im vorliegenden Schulblatt veröffentlicht und wird ab dem 1. August 2019 vollzogen.

 

Diverse Erlasse, Weisungen, Orientierungshilfen

  • Der Erziehungsrat hat in der Dezember-Sitzung ein Kreisschreiben zur Prävention und ein Kreisschreiben zur Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund erlassen. Das Kreisschreiben zur Prävention ersetzt die bisherigen Kreisschreiben zu den Themen Suchtprävention, Sexualpädagogik und Gewaltprävention.

  • Sodann hat der Erziehungsrat eine neue Orientierungshilfe «Absenz, Urlaub, Dispensation» herausgegeben. In der Folge konnte die bisherige Handreichung zur Dispensation im Fremdsprachenunterricht zurückgezogen werden.

  • Aufgehoben wurden weiter die Weisungen zur Unterrichtssprache, deren Inhalt aktuell im Lehrplan Volksschule (kantonale Rahmenbedingungen) aufgenommen ist.


Der Vollzug dieser Anpassungen erfolgt auf den 1. März 2019. Die Erlasse werden im vorliegenden Schulblatt vom Februar 2019 veröffentlicht.

 

 

 


Erziehungsrat - Aktuelles aus dem Erziehungsrat (12.02.2019 10:00)


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