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Altlasten sanieren ist aufwändig und teuer

Ehemalige Deponie

Bis vor wenigen Jahrzehnten war es üblich, dass Gemeinden den Kehricht und andere Abfälle dort deponierten, wo sich ein geeigneter Platz dafür fand, beispielsweise in ehemaligen Kiesgruben, Geländemulden oder Bachtobeln. Heute müssen die meisten dieser Abfälle mit grossem, auch finanziellem, Aufwand entfernt und gesetzeskonform entsorgt werden.


Im ganzen Kanton St.Gallen gibt es rund 1'800 belastete Standorte. Etwa 570 Standorte wurden bisher untersucht. Davon wurden bisher 150 Standorte als sanierungsbedürftig beurteilt und gelten als Altlast; gut die Hälfte ist bisher saniert worden. Etwa 44 Prozent aller belasteten Standorte entfallen auf Ablagerungsstandorte, 42 Prozent auf Betriebsstandorte, 14 Prozent auf Schiessanlagen und -plätze und rund 1 Prozent auf Unfallstandorte. Die belasteten Standorte sind in einem Kataster erfasst. Seit 2010 ist dieser öffentlich und im Internet abrufbar.

 

Seit dem Jahr 2012 ist der Kanton für die Sanierung der sanierungspflichtigen Standorte verantwortlich; vorher waren die Gemeinden dafür zuständig. Mit den meisten Sanierungen sind grosse bauliche Massnahmen verbunden, diese sind entsprechend teuer. Grundsätzlich trägt der Verursacher der Altlast die Sanierungskosten. Da Altlasten meistens vor vielen Jahren entstanden, ist es oft nicht mehr möglich den Verursacher zu ermitteln. Dann tragen in der Regel der Kanton und die politische Gemeinde die Sanierungskosen je zur Hälfte.

 

Der Bund plant, dass bis zum Jahr 2040 die sanierungspflichtigen Standorte in der Schweiz saniert sind.


Allgemein - Altlasten sanieren ist aufwändig und teuer (06.03.2019 13:29)


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