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Nussdorf Frümsen gewinnt Schutzwaldpreis

Nussdorf Frümsen gewinnt Schutzwaldpreis

Der Nussbaum wird im Nussdorf Frümsen sowohl im Schutzwald wie auch im Feld gefördert. Die Pflege im Wald wurde bei der Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises Helvetia mit dem Sonderpreis der Jury geehrt. Zum 13. Mal vergab die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Alpenländischer Forstvereine den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia. Eingereicht wurden insgesamt 14 innovative Projekte und Ideen aus Österreich, der Schweiz, Bayern und Südtirol.


Frümsen liegt im Werdenberg am Fusse der steilen Bergwaldungen des Alpsteins. Der Nussbaum hat in Frümsen Tradition und wird im historischen Landschaftsbild neben der Buche als zweitwichtigste Baumart erwähnt. Bewirtschaftungsbedingt ist der Nussbaum in der Vergangenheit selten geworden. Der Verein Nussdorf Frümsen und die Forstgemeinschaft Sennwald möchten dies ändern. Sie haben sich daher zum Ziel gesetzt, den Nussbaum wieder vermehrt einzubringen. Er wird seit Jahren im Wald und im Feld gepflanzt und die Nüsse verwertet. Für diesen Einsatz hat das Nussdorf Frümsen den Sonderpreis der Jury an der diesjährigen Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises gewonnen.

 

Alpiner Schutzwaldpreis

 

Mit dem Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia würdigt die Arge Best Practice-Beispiele zur Erhaltung und Verbesserung des Bergwaldes sowie zur Sensibilisierung für die Wirkungen des Schutzwaldes. Die international besetzte Jury prämierte in den Kategorien Schulprojekte, Öffentlichkeitsarbeit, Innovation und Schutzwaldpartnerschaften, Erfolgsprojekte sowie mit einem Sonderpreis der Jury herausragende Leistungen im und um den Schutzwald.

 

Arge Alpenländischer Forstvereine

 

Die Arge Alpenländischer Forstvereine besteht aus den Forstvereinen Bayern, Graubünden, Kärnten, Liechtenstein, St.Gallen, Südtirol, Tirol und Vorarlberg. Durch gemeinsame Projekte und den Austausch von Erfahrungen wollen sie die Zukunft des Bergwaldes als naturnahen Lebensraum in den Alpen sichern.

 

Der Schutzwald – die grüne Lebensversicherung

 

Im Kanton St.Gallen sind 60'000 Hektaren oder 31 Prozent der Kantonsfläche mit Wald bestockt. Davon sind wiederum 62 Prozent oder 37'500 Hektaren Schutzwald. Nur dank dieser Schutzwälder können Menschen in vielen Gebieten der Alpen überhaupt leben. Intakte Bergwälder schützen vor Naturgefahren. Sie verhindern, dass Lawinen anbrechen und bremsen herabstürzende Steine. Die Wurzeln der Bäume stabilisieren Hänge und verhindern Erosion an Bachufern. Ob Autobahnen, Eisenbahngleise oder Skianlagen: Wälder schützen Bauten, die zentral für den Tourismus und den Gütertransport sind. Sie bremsen Lawinen oder Steinschlag kostengünstiger, ökologischer und langfristiger als technische Verbauungen. Ihre volkswirtschaftliche Bedeutung ist gross. Um gegen Naturgefahren anzukommen, muss der Schutzwald gesund und intakt sein.

 


Allgemein - Nussdorf Frümsen gewinnt Schutzwaldpreis (06.02.2019 08:26)


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