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Bildungsdepartement regelt Absenzen bei Klimastreik

Am Freitag, 11. Januar 2019, fand an der Kantonsschule am Burggraben der zweite «St.Galler Klimastreik» statt. Das Bildungsdepartement hat zwar Verständnis für das Anliegen der Demonstranten. Eine wiederholte Teilnahme am Streik wird aber nicht toleriert. Die Ausbildung und der ungestörte Schulbetrieb sollen Priorität haben.


Am 21. Dezember 2018 und am 11. Januar 2019 fanden in der ganzen Schweiz «Schülerstreiks» statt. Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule am Burggraben St.Gallen haben sich an beiden Daten am Streik beteiligt. Dem Demoaufruf des Organisationskomitees «Klimastreik Ostschweiz» folgten am letzten Freitag zudem auch Schülerinnen und Schüler aus den Kantonsschulen Wil und Wattwil sowie anderen Schulen. Sie zogen in einem Demonstrationsumzug durch die Stadt St.Gallen. Die Teilnehmenden blieben dem Unterricht fern. Die Schulen tolerierten eine einmalige Absenz für eine Teilnahme an der Aktion; diese musste jedoch belegt werden. Wer zum zweiten Mal teilnahm, musste ein Gesuch mit Unterschrift der Eltern einreichen. Ausserdem wurde eine persönliche, schriftliche Stellungnahme verlangt. Das Bildungsdepartement unterstützte diese Handhabung durch die Schulleitungen.

 

Wiederholte Absenzen werden nicht toleriert

 

Das Bildungsdepartement und die Kantonale Rektorenkonferenz der Mittelschulen haben Verständnis für die Sorge junger Menschen um ihre Zukunft. Sie finden das politische und gesellschaftliche Engagement von Schülerinnen und Schüler richtig und wichtig. Darum wird Tina Cassidy, Leiterin Amt für Mittelschulen, mit den Initiantinnen und Initianten der Aktion Kontakt aufnehmen und sich deren Anliegen erläutern lassen. Allerdings geht eine wiederholte Streikteilnahme während des Unterrichtes zu Lasten der Ausbildung und des geordneten Schulbetriebs. Dies können das Bildungsdepartement und die Kantonale Rektorenkonferenz nicht tolerieren. Grundsätzlich gilt für Schülerinnen und Schüler Präsenzpflicht. Die Teilnahme an weiteren «Klimastreiks» hat darum künftig eine unentschuldigte Absenz zur Folge, falls das Fehlen im Unterricht nicht durch ein bereits bewilligtes Gesuch belegt werden kann. Auch in anderen Kantonen, z.B. Basel-Stadt und Zürich, hat die Streikteilnahme eine unentschuldigte Absenz zu Folge.

 

Mittelschulen engagieren sich im Klimaschutz

 

Die Mittelschulen geben dem Thema Nachhaltigkeit/Klimaschutz in verschiedenen Fächern und Gefässen einen gebührenden Platz. Mit verschiedenen konkreten Massnahmen (Verzicht auf Flugreisen bei Bildungsreisen oder in besonderen Unterrichtswochen, gebäudetechnische Massnahmen usw.) gehen sie mit gutem Beispiel voran.

 


Allgemein - Bildungsdepartement regelt Absenzen bei Klimastreik (14.01.2019 09:17)


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