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Vielfältige Integrationsprojekte gewinnen den «goldenen Enzian»

Zahlreiche Engagierte setzen sich im Kanton St.Gallen für Integration, Partizipation und ein friedliches Zusammenleben ein. Anlässlich der Preisverleihung des St.Galler Integrationspreises «Der goldene Enzian» wurde am Montagabend in der offenen Kirche in St.Gallen das besondere, oft ehrenamtliche Engagement gewürdigt. Dem Publikum wurden 38 vielfältige Projekte präsentiert.


Seit 2010 verleiht das Departement des Innern des Kantons St.Gallen alle zwei Jahre den Integrationspreis «Der goldene Enzian». Gewürdigt und ausgezeichnet werden dabei Projekte, die eine wichtige Rolle in der Integrationsförderung spielen.

 

Vielfältige Eingaben und grosses zivilgesellschaftliches Engagement

 

Dieses Jahr erhielt das Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung eine breit gefächerte Palette von Eingaben. Insgesamt 38 Projekte wurden aus dem ganzen Kanton eingereicht. Dabei standen kleinere neben grösseren Initiativen, private Projekte neben solchen, die auf Ressourcen der öffentlichen Hand zurückgreifen können. Das Themenspektrum reichte von der Alltags- und Freizeitgestaltung über die Arbeitsintegration bis zum Medienprojekt.

 

Würdigung und Wertschätzung seitens Kanton und Gemeinden

 

In der interkulturell geprägten Kulisse der offenen Kirche wurden den rund 130 anwesenden Personen alle 38 eingereichten Projekte kurz vorgestellt. Der Vorsteher des Departementes des Innern, Regierungsrat Martin Klöti, und die Gemeinden, vertreten durch den Trägerverein Integrationsprojekte St.Gallen, haben die Feierlichkeiten genutzt, um all denjenigen zu danken, die sich mit viel Elan in der Integrationsarbeit engagieren. Die von der Jury gewählten Siegerprojekte teilten sich die Preissumme von 9'999 Franken zu gleichen Teilen auf.

Drei Projekte als Sieger ausgezeichnet

 

Das Mentoring-Programm «Rock your life!» unterstützt Jugendliche mit bildungsfernem Hintergrund auf dem Weg von der Schule in die Ausbildung. Das individuelle Mentoring (System von unterstützenden Gesprächen) mit dafür ausgebildeten Studierenden und jungen Arbeitnehmenden hilft den jungen Leuten in praktischen Belangen wie dem Vorbereiten der Bewerbung und der Suche nach einer passenden Lehrstelle.

 

Der beruflichen Integration widmet sich auch der Verein LernEtwas in Rorschach. Der Verein unterstützt anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene beim Aufbau ihrer beruflichen Zukunft und bietet mit einem halbjährigen handwerklichen Kursangebot Einstiegsmöglichkeiten in die Arbeitswelt. Das Ziel des innovativen Qualifizierungsprogramms ist die Befähigung zu einer Lehre oder Vorlehre. Im Januar 2018 startete der Qualifizierungskurs Holzbearbeitung in der Lernwerkstatt und Manufaktur der beiden pensionierten Schreinermeister Ziltener/Vogel in Rorschach.

 

Ebenfalls einen Preis mit nach Hause nehmen durfte der IAS-Integrations-Chor Wil, der musikalisch durch den Abend führte. Der Chor, unter der Leitung von Walter Gysel, setzt sich aus Personen verschiedener Herkunftsländer zusammen. Ziel ist es, sich in der Sprache der Musik auszudrücken und anderen Menschen zu begegnen. Vor jeder Chorprobe findet eine Begegnungshalbstunde in Hochdeutsch statt, bei der geplaudert, diskutiert und die deutsche Sprache im natürlichen Setting geübt wird. So verbindet der Chor gekonnt Freude an der Musik mit Deutschkonversation.

 

Beim anschliessenden Apéro nutzten die Anwesenden die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung. Die vielfältige Projektarbeit zeigt die grosse Bedeutung des zivilgesellschaftlichen Engagements für die Integrationsarbeit.


Allgemein - Vielfältige Integrationsprojekte gewinnen den «goldenen Enzian» (20.11.2018 09:58)


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