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Regierung nimmt zum offenen Brief Stellung

Die Regierung hat an der Sitzung vom 6. November 2018 den offenen Brief des VPOD zur Einführung des neuen Lohnsystems beantwortet. Sie nimmt im Antwortschreiben zu verschiedenen Kritikpunkten Stellung. Den Vorwurf der fehlenden Wertschätzung für das Personal lehnt sie klar ab.


Am 9. Oktober 2018 hat der VPOD Ostschweiz der Staatskanzlei einen offenen Brief zum neuen Lohnsystem (NeLo) an die Regierung übergeben. Der Brief ist von 1245 Personen unterzeichnet, wobei es sich bei 1057 Personen um Mitarbeitende der Kantonsverwaltung und bei den übrigen 188 Unterzeichnenden um weitere unterstützende Personen handelte. Im offenen Brief wurde das Verfahren zur Einführung des neuen Lohnsystems kritisiert. Die Unterzeichnenden stellten deshalb verschiedene Forderungen an die Regierung. Im Antwortschreiben nimmt die Regierung nun detailliert Stellung.

 

Anspruchsvolles Vorhaben

 

Mit einer Motion verlangte der Kantonsrat 2009, das bestehende Lohnsystem einfacher, transparenter und leistungsorientierter auszugestalten. Die Einführung eines neuen Lohnsystems ist ein höchst komplexes Vorhaben, sei es in der Privatwirtschaft oder in der öffentlichen Verwaltung. Ein solches Projekt stellt hohe Ansprüche an die Konzeption und Kommunikation. Zwischen individueller Einschätzung und der Gewährleistung einheitlicher Zuordnungen zu Referenzfunktionen besteht zudem ein Spannungsfeld. Bereits zu Beginn des Projekts kam zutage, dass sich im Laufe der letzten Jahre in der Staatsverwaltung teilweise unterschiedliche Praxiswelten des Lohnsystems entwickelt hatten. Die Überführung in ein Lohnsystem, das in der gesamten Verwaltung Kohärenz herstellen soll, führte aufgrund dieser Ausgangslage zu Verunsicherung.

 

Verbesserungsbedarf bei komplexen Querschnittprojekten

 

Die Regierung räumt dabei auch ein, dass in der Projektabtwicklung Verbesserungspotenzial besteht. Dabei wird die Regierung insbesondere das Rollenverständnis der Linienverantwortlichen und der zentralen Projektsteuerung analysieren müssen. Diesbezüglich sieht die Regierung bei der Führung und Kommunikation komplexer Querschnittsthemen Verbesserungsbedarf. Zum Projekt und zum Projektverlauf wurden zwar zahlreiche Informationen angeboten, die Informationen erreichten aber die Mitarbeitenden nicht immer in ausreichendem Masse. Um die Gründe dafür zu ermitteln, soll die Projektkommunikation im Nachgang zur Einführung des neuen Lohnsystems genauer analysiert werden. Die daraus gewonnenen Schlussfolgerungen sollen in ähnliche Projekte einfliessen.

 

Wertschätzung für die Mitarbeitenden

 

Dem im offenen Brief zum Ausdruck gebrachte Vorwurf der fehlenden Wertschätzung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kann die Regierung keineswegs zustimmen. Die Mitarbeitenden des Kantons St.Gallen leisten sehr gute und kompetente Arbeit. Die Regierung ist überzeugt, dass viele Mitarbeitende für ein leistungsorientierteres Lohnsystem durchaus Verständnis aufbringen. Entscheidend ist, dass für eine wertschätzende Honorierung der Leistungen auch die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen. Dafür setzt sich die Regierung weiterhin ein.


Allgemein - Regierung nimmt zum offenen Brief Stellung (09.11.2018 08:56)


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