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Schülerzahlen wachsen wieder

Das Bildungsdepartement und die Fachstelle für Statistik haben im Auftrag des Erziehungsrates den ersten Monitoringbericht zur Volksschule und den Mittelschulen veröffentlicht. Der Bericht bietet einen Überblick über die Finanzierung und das Angebot der Schulen sowie Zahlen zu den Schülerinnen und Schülern. So zeigt er unter anderem, dass die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in den nächsten Jahren wieder deutlich zunehmen wird.


Das Bildungsdepartement legt heute zum ersten Mal und künftig in regelmässigen Abständen einen Monitoringbericht zur Volksschule und zu den Mittelschulen vor. Grundlage dafür ist der Bericht der Regierung an den Kantonsrat vom 6. Dezember 2016 «Monitoring und Strukturentwicklung im Schulwesen». Der vorliegende Monitoringbericht beleuchtet ausschliesslich Themen der Volksschule und der Mittelschulen, weil diese in der Zuständigkeit des Erziehungsrates liegen. Der Bericht enthält Statistiken und kurze Erläuterungen beziehungsweise Interpretationen dazu. Nicht enthalten sind vertiefte Analysen oder Vorschläge zu Massnahmen in Ableitung aus den Beobachtungen, da diese Aufgabe der Politik sind.

 

Ausgaben für Volksschule nehmen zu

 

Im Bereich der Volksschule zeigt der Bericht, dass die Ausgaben je Schülerin und Schüler in den letzten zehn Jahren um 18 Prozent auf 18‘300 Franken gestiegen sind. Gründe hierfür sind die Einführung zusätzlicher Lektionen und der Anstieg der Lehrerbesoldung.

Die Gemeinden verbuchen ihre Ausgaben derzeit aber noch unterschiedlich, weshalb Vergleiche zwischen den einzelnen Gemeinden oder Schulträgern mit dem vorliegenden Bericht nur eingeschränkt möglich sind. Dieser Mangel wird aber bis im Jahr 2020 beseitigt sein, wenn die Finanzkennzahlen der Volksschule auf einheitlicher Basis zur Verfügung stehen.

 

Rückgang der Schülerzahlen und bessere Englischkenntnisse

 

Der Bericht zeigt ebenso, dass die Schülerzahlen in der Volksschule in den letzten zehn Jahren zurückgegangen sind, insbesondere auf der Oberstufe. Für die nächsten zehn Jahre ist aber wieder mit einem Wachstum zu rechnen. Leicht zugenommen hat die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit ausländischer Staatsangehörigkeit sowie die Zahl der Schülerinnen und Schüler, deren Erstsprache nicht Deutsch ist. Im Fach Englisch haben die Schülerinnen und Schüler im Kanton St.Gallen ihre Kenntnisse verbessert.

 

Gutes Kosten-/Nutzenverhältnis der Mittelschulen

 

Die Kosten der Mittelschulausbildungen konnten in den vergangenen Jahren konstant gehalten werden. Zu verdanken dürfte dies auch der jährlichen Optimierung der Klassen-grössen nach oben und damit der Klassenzahl nach unten sein. Die gymnasiale Maturitäts¬quote lag über die letzten Jahre hinweg deutlich unter dem schweizerischen Durchschnitt. Demgegenüber befindet sich der Kanton St.Gallen bei der Berufsmaturität konstant im Mittelfeld. Die Mittelschulen haben in den vergangenen Jahren ihr Angebot mit den bilingualen gymnasialen Lehrgängen und der Informatikmittelschule ausgebaut.

 

Der Monitoringbericht macht auch erste Aussagen zum Bildungsverlauf der Maturan-dinnen und Maturanden. Er zeigt, dass der Anteil jener Maturandinnen und Maturanden, die eine naturwissenschaftliche oder technische Hochschulausbildung in Angriff nehmen, gestiegen ist.

 

Ab 2020 zwei Publikationen

 

Der Kantonsrat erteilte der Regierung ebenso den Auftrag, die Finanzkennzahlen der Volksschulträger aufzuarbeiten. Dieser Zusatzauftrag wird im ersten Monitoringbericht erfüllt. Ab dem Jahr 2020 werden die Finanzkennzahlen der Volksschule hingegen in neuer Form separat publiziert werden. Der Monitoringbericht erscheint als Nummer 69 in der Publikationsreihe «Statistik aktuell» der kantonalen Statistik.

 

Der ganze Bericht ist einsehbar unter: www.statistik.sg.ch/home/publikationen/statakt.html


Allgemein - Schülerzahlen wachsen wieder (30.10.2018 10:54)


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