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Neue Fachhochschule Ostschweiz wird greifbar

Die vorberatende Kommission hat den Bericht der Regierung zur Vorbereitung der neuen Fachhochschule Ostschweiz zustimmend aufgenommen. Die Kommission unterstützt die von den Regierungen der Ostschweizer Kantone und des Fürstentums Liechtenstein vorangetriebene gemeinsame Trägerschaft. Für die Organisation der neuen Schule favorisiert die Kommission wie die Regierung klar ein Modell nach Departementen, das zudem die Leitung der Schulstandorte mit der Leitung eines Fachbereichs kombiniert. Diese Organisation stärkt die Marktfähigkeit sowohl der Schulstandorte als auch der Gesamtschule.


Mit dem zweiten Bericht innert Jahresfrist hat die Regierung einen Auftrag des Kantonsrates bei der Beratung des Berichts «FHO wohin?» in der Septembersession 2017 erfüllt. Der neue Bericht zeigt den Stand der Verhandlungen zur Trägerschaft und den Stand der Entwicklung der Schulorganisation auf. Darüber hinaus präsentiert der Bericht die Eckpunkte der zukünftigen Trägerschaft und die eingeleiteten Vorbereitungsarbeiten zum Aufbau der neuen Fachhochschule.

 

Die vorberatende Kommission unter der Leitung von Peter Hartmann, Flawil, hat den Bericht am 15. August 2018 beraten. Sie unterstützt einhellig die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Hochschulstandorts Kanton St.Gallen und der Wirtschaftsregion Ostschweiz-Fürstentum Liechtenstein. In den Dienst dieses Ziels stellt sie auch alle Vorkehrungen für die neue Schule.

 

Breite Trägerschaft mit interstaatlichem Konkordat

 

Der Kantonsrat St.Gallen hatte schon bei der Beratung des Berichtes «FHO wohin?» einer neuen Fachhochschule im Kanton St.Gallen mit drei Standorten unter einer gemeinsamen interstaatlichen Trägerschaft zugestimmt. Die vorberatende Kommission befürwortet nun einstimmig die Eckpunkte zu dieser Trägerschaft, wie ihr diesen Frühling bereits alle Regierungen der Kantone St.Gallen, Thurgau, Schwyz, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Glarus sowie des Fürstentums Liechtenstein zugestimmt haben. Damit ist der Weg frei, die bewährte Zusammenarbeit in der Ostschweiz im Fachhochschulbereich in neuer Struktur fortzusetzen und gemeinsam eine zukunftsfähige, kompetitive und effiziente Fachhochschule zu schaffen. Als nächstes wird im Jahr 2019 die parlamentarische Beratung über den Beitritt zu einem Konkordat stattfinden. Dieser Beitritt bildet die Rechtsgrundlage für die gemeinsame Trägerschaft. Ihren Betrieb wird die neue Schule am 1. September 2020 aufnehmen.

 

Trägerkonferenz aller Bildungsdirektorinnen und -direktoren 

 

Seit dem Bericht «FHO wohin?» haben sich die beteiligten Regierungen darauf geeinigt, für die neue Schule eine Trägerkonferenz zu schaffen. In dieser Konferenz ist das jeweils zuständige Regierungsmitglied jedes Trägers vertreten. Die Trägerkonferenz ist für die politische Führung der Schule zuständig. Sie entlastet einerseits die Regierungen der Träger und andererseits den Hochschulrat. Dieser ist auf die strategisch-fachliche Führung der neuen Fachhochschule Ostschweiz fokussiert, Mitglieder der Regierungen nehmen keinen Einsitz darin. Die vorberatende Kommission begrüsst diese Trennung der trägerschaftlich-politischen und strategisch-fachlichen Aufgaben ausdrücklich. Es ist vorgesehen, dass die Regierung die St.Galler Mitglieder sowie die Präsidentin oder den Präsidenten des Hochschulrats wählt und der Kantonsrat diese Wahl genehmigt.

 

Schule nach Fachbereichen organisieren

 

Neben der Trägerschaft wird auch die Organisation der neuen Fachhochschule Ostschweiz vorbereitet. Diese Arbeit ist seit letztem Jahr einen grossen Schritt vorangekommen. Alle Involvierten und nun auch die vorberatende Kommission des Kantonsrates favorisieren klar das Modell einer Organisation, die einer Markt- beziehungsweise Nachfragelogik folgt. Im Vordergrund stehen dabei die Fachbereiche, für welche fachspezifische Departemente gebildet werden. Jeweils eine Leiterin und Leiter dieser Fachdepartemente nehmen in Personalunion auch die Standortleitung wahr. Das favorisierte Modell stärkt die Gesamtschule. Die Schulstandorte werden durch die Schaffung von Standortbeiräten zusätzlich in den Regionen verankert. Fachbeiräte stellen die Vernetzung in den Fachbereichen sicher. Dieses Organisationsmodell «Fachdepartemente» wird in den nächsten Monaten weiter konkretisiert.

 

Der Kantonsrat berät die Vorlage in der kommenden Septembersession. Der Bericht der Regierung ist im Ratsinformationssystem www.ratsinfo.sg.ch unter der Geschäftsnummer 40.18.03 zu finden.

 


Allgemein - Neue Fachhochschule Ostschweiz wird greifbar (31.08.2018 08:29)


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