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Politischer Startschuss zur IT-Bildungsoffensive

Orientierung IT-Bildungsoffensive

Die Regierung hat die Vorlage zur IT-Bildungsoffensive dem Kantonsrat zugeleitet. Mit der Offensive will der Kanton St.Gallen alle Bildungsstufen stärken, damit die Chancen seiner Bevölkerung und Wirtschaft steigen, zu den Gewinnern der Digitalisierung zu gehören. Dazu werden 75 Millionen Franken verteilt auf acht Jahre investiert. Die Bevölkerung soll im Februar 2019 über die Vorlage abstimmen. Somit könnten die Massnahmen ab 2019 wirken.


Im Rahmen der Vernehmlassung im Herbst 2017 sind zahlreiche Rückmeldungen eingegangen. Die meisten Stellungnahmen begrüssten die IT-Bildungsoffensive. Die wenigen negativen Stellungahmen bezogen sich auf die Berufsbildung, diese sei nicht ausreichend in der IT-Bildungsoffensive berücksichtigt worden. Kritisch bewertet wurde auch die Förderung von Forschungs- und Beratungsaktivitäten, mit dem Wunsch, diese Mittel auf die Ausbildung zu konzentrieren.

 

Neuer Schwerpunkt für die Berufsbildung

 

Die Regierung hat die Anliegen aus der Vernehmlassung aufgenommen und sieht nun einen zusätzlichen Schwerpunkt der IT-Bildungsoffensive für die Berufsbildung vor. Eine digitale Plattform soll die Akteure der Berufsbildung – Betriebe, Schulen und Branchen­verbände – zusammenführen und lernortübergreifende Ausbildungen ermöglichen. Solche Ausbildungen sollen via Plattform pilotiert werden. Damit rüstet sich der Kanton St.Gallen frühzeitig für eine vom Bund angekündigte Reform der Berufsbildung. Der zusätzliche Schwerpunkt für die Berufsbildung wird im Vergleich zur Vernehmlassungsvorlage kostenneutral finanziert, das heisst, der Gesamtkredit bleibt bei 75 Millionen Franken. Etwas zurückgenommen wurden die Mittel für Forschungs- und Beratungszwecke an den Hochschulen.

 

Finanziert werden soll die IT-Bildungsoffensive über einen Sonderkredit der Erfolgsrechnung, beanspruchbar in den Jahren 2019 bis 2026. Die Mittel der IT-Bildungsoffensive sind ungeachtet ihrer Finanzierungsform eine Investition, die den Wohlstand der Gesellschaft erhöhen soll.

Programm für alle Bildungsstufen

 

Die IT-Bildungsoffensive wirkt sich auf allen Schulstufen aus. Dieser Ansatz hat schweizweit Pioniercharakter. In der Breite sollen die Schülerinnen und Schüler aller Schulstufen lernen, den digitalen Wandel mit Innovationsdenken und Verantwortungsbewusstsein anzunehmen und zu gestalten. An der Spitze geht es um die Ausbildung von mehr Fachkräften an den Hochschulen.


Die Schwerpunkte der IT-Bildungsoffensive lauten:

  • Volksschule und Mittelschulen: An Modellschulen wird der digitale Unterricht erprobt. Gleichzeitig sollen Lernmedien sowie Weiterbildungen der Lehrpersonen für den digitalen Unterricht entwickelt werden (Kompetenzzentrum Digitalisierung & Bildung).

  • Berufsbildung: Es wird eine digitale Plattform für gemeinsam gestaltete und innovativ gelenkte Ausbildungen durch Betriebe, Schulen und Branchenverbände geschaffen (Fit4Future).

  • Fachhochschulen: Es wird ein Lernen ermöglicht, das nicht ortsgebunden ist.
    Bewährte Studiengänge können so auch in bisher nicht abgedeckten Regionen
    angeboten werden (Kompetenzzentrum angewandte Digitalisierung).

  • Universität: An der HSG wird eine School of Information and Computing Science mit einem Bachelor- und Masterstudiengang in der Schnittmenge von IT-Technologie und Wirtschaft errichtet.

  • Wirtschaftspraktika und MINT-Förderung: Kantonsweit werden eine Vernetzungsplattform für Praktikumsplätzeaufgebaut und MINT-Förderprojekte für Kinder und Jugendliche, namentlich auch Mädchen, unterstützt.


Volksabstimmung Anfang 2019

 

Die Regierung leitet dem Kantonsrat die Vorlage zur IT-Bildungsoffensive auf die Aprilsession 2018 zur Kommissionsbestellung zu. Die parlamentarische Beratung findet im Sommer und Herbst 2018 statt. Die St.Galler Bevölkerung stimmt voraussichtlich am 10. Februar 2019 über den Kredit ab.


Allgemein - Politischer Startschuss zur IT-Bildungsoffensive (26.03.2018 09:22)


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