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Der Wald macht uns gesund

Wald entspannt: Ruhe, gute Luft und das Grün der Pflanzen tragen zum Wohlbefinden des Walbesuchers bei.

Wald entspannt: Ruhe, gute Luft und das Grün der Pflanzen tragen zum Wohlbefinden des Walbesuchers bei.

Das Kantonsforstamt hat den gestrigen Tag des Waldes unter das Motto «Wald und Gesundheit» gestellt. Regierungsrat Bruno Damann animiert die Bevölkerung in den Wald zu gehen, sich zu entspannen, die Ruhe zu geniessen oder Sport zu treiben. Der Wald ist im ortsüblichen Umfang für jedermann frei zugänglich.


In seinem Grusswort strich Regierungsrat Bruno Damann, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes, die besondere Bedeutung des Waldes für unser Wohlbefinden hervor. Er wisse aus eigener Erfahrung, dass Wälder mehr könnten als gemeinhin angenommen werde. Schon Sebastian Kneipp habe gesagt: «Die Natur ist die beste Apotheke.» Bruno Damann wies auf eine Erhebung der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft hin, wonach im Sommer rund 90 Prozent und im Winter rund 70 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Monat in den Wald gehe. Dank dem fürsorglichen Umgang der Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer sowie des Forstdienstes mit dem Wald könnten auch die Menschen in den Städten und in den Agglomerationsgebieten in durchschnittlich lediglich 19 Minuten den nächsten Wald aufsuchen.

 

Einblicke in die Nutzung des Waldes

 

Zum Tag des Waldes 2018 konnte Kantonsoberförster August Ammann im stadtnahen Wald von Buchs rund fünfzig Gäste aus Politik und Waldwirtschaft begrüssen. Das Kantonsforstamt nimmt den internationalen Tag des Waldes jedes Jahr zum Anlass, die Leistungen des Waldes in den Fokus zu stellen. Dieses Mal stand die Wirkung des Waldes auf die Gesundheit des Menschen im Zentrum.

 

Die fünfte Primarklasse von Regula Keller des Schulhauses Grof in Buchs zeigte, wie vielfältig die Schulen heutzutage den Wald für den Sportunterricht nutzen. Solche Aktivitäten fördern die Freude an der Bewegung und der körperlichen Leistung im Freien. Gleichzeitig helfen sie den Kindern, ihr Immunsystem zu entwickeln, welches das Entstehen von Allergien und Entzündungskrankheiten hemmt. «Ab in den Wald!» war darum der Aufruf von Markus Weissert, dem ehemaligen Leiter der Pädiatrie und Neuropädiatrie am Kinderspital St.Gallen. Er wies auf die vielfältigen gesundheitsfördernden Aspekte des Waldes hin. Ein Waldspaziergang führe zu einer psychischen Entspannung und die Stimmungslage verbessere sich. Die Vitalität, der Elan und die Spannkraft nehmen zu.

 

Der grosse Teil der Wälder in der Gemeinde Buchs gehören der Ortsgemeinde Buchs. Heini Senn, Präsident der Ortsgemeinde Buchs, wies darauf hin, dass die Ortsgemeinde den Wald der Bevölkerung gerne für die Wohlfahrt zur Verfügung stelle. Revierförster Andreas Gerber machte insbesondere auf etlichen Eschen aufmerksam, die von einem eingeschleppten Pilz befallen sind und im Laufe der nächsten Jahre langsam absterben werden. Das Risiko, dass ein umstürzender Baum oder ein herabfallender morscher Ast einen Waldbesucher verletze, sei nicht unerheblich. Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer sowie der Forstdienst versuchen, das Risiko von Personenschäden möglichst gering zu halten. Dabei gehe jedoch oft vergessen, dass dies mit zunehmenden Kosten verbunden sei, wie zum Beispiel dem Unterhalt der Wege oder die Sicherheitsholzerei entlang dieser Wege.

 

Der erfolgreiche Appenzeller Holzbauer Hannes Nägeli aus Gais wies zum Schluss des Waldrundgangs auf die wohltuende Wirkung des Waldproduktes Holz hin. Nägeli baut Häuser aus verdübelten Brettelementen ohne Fremdstoffe. Die verwendeten Materialen stammten zu 100 Prozent aus der Schweiz und seien ökologisch und nachhaltig produziert. Mit der Verwendung des Holzes könnten diese Gesundheitswirkungen des Waldes in die eigenen Wohn- und Arbeitsräume geholt werden.


Allgemein - Der Wald macht uns gesund (22.03.2018 08:00)


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