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Sanierung des Theaters St.Gallen notwendig

Sanierung des Theaters St.Gallen notwendigExterner Link: Es öffnet sich ein neues Fenster: https://youtu.be/sbHaQhtT-5k

Am 4. März 2018 werden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons St.Gallen über den Kantonsratsbeschluss zur Erneuerung und zum Umbau des Theaters St.Gallen abstimmen. Die Regierung empfiehlt, die Vorlage gutzuheissen. Die geplante Erneuerung ist dringend und notwendig, um das einzigartige Angebot in der Kantonshauptstadt für die Zukunft zu erhalten.


Das Theater St.Gallen gehört zu den traditionsreichsten und überregional am meisten ausstrahlenden Kulturinstitutionen der Ostschweiz. Das im Jahr 1968 errichtete Theatergebäude befindet sich nach einem halben Jahrhundert mit täglichem Betrieb allerdings baulich in einem schlechten Zustand. Der Bau ist nicht nur stark abgenutzt, sondern entspricht auch nicht mehr den heutigen energetischen, sicherheitstechnischen und arbeitsrechtlichen Vorschriften. Der architektonisch herausragende Bau soll deshalb umfassend instand gesetzt und an die Bedürfnisse eines zeitgemässen Theaterbetriebs angepasst werden. Geplant ist auch eine moderate Erweiterung. Das Theater verfügt nach der umfassenden Sanierung über eine zweckmässige und funktionierende Infrastruktur und kann so langfristig betrieben werden.

 

Dringender Sanierungsbedarf ausgewiesen

 

Das Theater wird seit fünfzig Jahren während der Saison an sieben Tagen in der Woche genutzt. Zwar wurden einzelne Gebäudeteile im Laufe der Jahre erneuert oder umgebaut und die Werkstätten erweitert. Eine generelle Instandsetzung erfuhr das Gebäude aber nie. Es ist dementsprechend stark erneuerungsbedürftig. Der Sanierungsbedarf ist beispielsweise bei der Bestuhlung im Zuschauerraum, dem Raumklima im Saal oder den Betonfassaden ausgewiesen. Neben der Abnützung sind neue Regelungen im Arbeitsrecht und Energierecht sowie neue sicherheitsrelevante Vorschriften Auslöser für viele der dringend nötigen Instandsetzungen.

 

Warum kein Neubau?

 

Gegen einen Neubau sprechen verschiedene Gründe: Insbesondere müsste ein geeigneter neuer Standort im Zentrum der Stadt St.Gallen gesucht und die Zukunft des bestehenden denkmalpflegerisch geschützten Theatergebäudes geregelt werden. Vor allem aber würden die Kosten für einen vergleichbaren Theaterneubau wesentlich höher ausfallen als die der vorgeschlagenen Sanierung. Gemäss der vom kantonalen Hochbauamt erstellten Schätzung wäre bei einem Neubau mit Kosten von 130 bis 150 Millionen Franken zu rechnen.

 

Kosten und Ablauf der Sanierung und des Umbaus

 

Die Gesamtkosten für die Erneuerung und den Umbau des Theaters St.Gallen belaufen sich auf 48,6 Millionen Franken. Davon entfallen 38,9 Millionen Franken auf werterhaltende und 9,7 Millionen Franken auf wertvermehrende Massnahmen. Wird dem Kredit zugestimmt, können die Instandsetzungsarbeiten im Sommer 2020 beginnen. Die Arbeiten dauern zwei Jahre. Im budgetierten Betrag sind auch die Kosten von 4,5 Millionen Franken für ein Provisorium enthalten. Der Theaterbetrieb findet über den Zeitraum zweier Spielsaisons im Provisorium statt. Für den langfristigen Erfolg des Theaters und das Aufrechterhalten des vergleichsweise hohen Eigenwirtschaftlichkeitsgrads ist es von grösster Bedeutung, dass Abonnenten und Sponsoren während der Umbauphase gehalten werden und ein ununterbrochen attraktives Programmangebot besteht. Dies gilt auch für die 265 Festangestellten und ebenso vielen teilverpflichteten Künstlerinnen und Künstler, die zum erfolgreichen Theaterbetrieb beitragen. Der Betrieb verfügt über einen ausserordentlich hohen Auslastungsgrad von rund 80 Prozent. 

 

Folgen einer Ablehnung der Vorlage

 

Bei einer Ablehnung der Vorlage ist unter anderem mit dem Ausfall von technischen Anlagen zu rechnen. Zudem müssten fortlaufend dringliche Bau- und Sanierungsmassnahmen erfolgen. Mehrjährige Teilsanierungen würden wesentlich teurer ausfallen als eine Gesamtsanierung und den Theaterbetrieb erheblich beeinträchtigen. Energetische, sicherheitstechnische und arbeitsrechtliche Vorschriften könnten nicht fristgerecht umgesetzt werden. Dabei besteht die Gefahr, durch behördliche Auflagen stark eingeschränkt zu werden, bis hin zum Entzug der Betriebsbewilligung.


Allgemein - Sanierung des Theaters St.Gallen notwendig (07.02.2018 10:00)


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