Accesskeys

Amden gewinnt Schutzwaldpreis

Amden gewinnt Schutzwaldpreis

Das Aufforstungsprojekt «Buech» der Ortsgemeinde Amden und der Waldregion 4 See erhielt in Kempten den Schutzwaldpreis in der Kategorie Erfolgsprojekte. Zum 12. Mal vergab die ARGE Alpenländischer Forstvereine den Alpinen Schutz-waldpreis Helvetia. Eingereicht wurden insgesamt 22 innovative Projekte und Ideen aus Österreich, der Schweiz, Bayern und Südtirol.


Die Arbeitsgemeinschaft Alpenländischer Forstvereine besteht aus den Forstvereinen  Bayern, Graubünden, Kärnten, Liechtenstein, St.Gallen, Südtirol, Tirol und Vorarlberg. Durch gemeinsame Projekte und den Austausch von Erfahrungen wollen sie die Zukunft des Bergwaldes als naturnahen Lebensraum in den Alpen sichern.

 

Alpiner Schutzwaldpreis

 

Mit dem Alpinen Schutzwaldpreis würdigt die Arbeitsgemeinschaft «best-practice-Beispiele» zur Erhaltung und Verbesserung des Bergwaldes sowie zur Sensibilisierung für die Wirkungen des Schutzwaldes. Die international besetzte Jury prämierte in den Kategorien Schulprojekte, Erfolgsprojekte und Öffentlichkeitsarbeit-Partnerschaften-Innovationen sowie mit einem Sonderpreis der Jury herausragende Leistungen im und um den Schutzwald. Seit Herbst 2014 unterstützt das Versicherungsunternehmen Helvetia mit Hauptsitz in St.Gallen den Alpinen Schutzwaldpreis als Namenssponsor.

 

Schutzwaldpreis für das Aufforstungsprojekt «Buech» in Amden

 

Ziel des vor rund 60 Jahren begonnenen Projektes «Aufforstung Buech» war der Schutz des Dorfes Amden vor Lawinen. Dazu wurden 12 Hektaren im Anrissgebiet von Lawinen verbaut und 10 Hektaren aufgeforstet. Diese heute über 60-jährige Aufforstung hatte mit extrem schwierigen schneemechanischen Problemen zu kämpfen. Dank aufwändiger Schutzwaldpflege und temporärer Verbauungen erfüllt die Aufforstung heute ihre Schutzwirkung vollumfänglich. Lawinenanrisse werden durch den Wald verhindert. Die Kosten haben sich gelohnt, denn eine rein technische, permanente Verbauung wäre ein Mehrfaches teurer gewesen. Die Aufforstung wurde in den letzten 20 Jahren fünfmal mit terrestrischen Stichproben und photogrammetrisch untersucht. Die daraus gewonnenen Kenntnisse liefern wertvolle Grundlagen für den Umgang mit schneemechanischen Problemen.

 

 Der Schutzwald – die grüne Lebensversicherung

 

Im Kanton St.Gallen sind 60'000 Hektaren oder 31 Prozent der Kantonsfläche mit Wald bestockt. Davon sind wiederum 62 Prozent oder 37'500 Hektaren Schutzwald. Nur dank dieser Schutzwälder können Menschen in vielen Gebieten der Alpen überhaupt leben. Intakte Bergwälder schützen vor Naturgefahren. Sie verhindern, dass Lawinen anbrechen und bremsen herabstürzende Steine. Die Wurzeln der Bäume stabilisieren Hänge und verhindern Erosion an Bachufern. Ob Autobahnen, Eisenbahngleise oder Skianlagen: Wälder schützen Bauten, die zentral für den Tourismus und den Gütertransport sind. Sie bremsen Lawinen oder Steinschlag kostengünstiger, ökologischer und langfristiger als technische Verbauungen. Ihre volkswirtschaftliche Bedeutung ist enorm. Um gegen Naturgefahren anzukommen, muss der Schutzwald gesund und intakt sein.


Allgemein - Amden gewinnt Schutzwaldpreis (09.02.2018 08:45)


Servicespalte