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Schneller am Ziel mit der elektronischen Steuererklärung

Schneller am ZielExterner Link: Es öffnet sich ein neues Fenster: https://www.steuern.sg.ch/content/steuern/home/sachthemen/eservices/ereigniss.html

Rund 310'000 Personen im Kanton St.Gallen erhalten in diesen Tagen die Unter-lagen für die Steuererklärung 2017. Über 54 Prozent der Steuerpflichtigen füllen die Steuererklärung nicht nur elektronisch aus, sondern reichen diese – nach dem Motto "klicken und schicken" – auch über das Internet ein.


Der Kanton St.Gallen setzt stark auf elektronische Services, mit denen Bürgerinnen und Bürger ihre Geschäfte an sieben Tagen während 24 Stunden erledigen können. Diese eServices nehmen insbesondere bei den Steuern einen hohen Stellenwert ein. Mittlerweilen reichen über 54 Prozent der Steuerpflichtigen ihre Steuererklärung bequem übers Internet ein.

 

Mit Selina Büchel schneller am Ziel

 

Auch Spitzensportler „klicken und schicken“. In einem Video lässt sich die erfolgreiche Sankt Galler Leichtathletin Selina Büchel überzeugen, dass die elektronisch ausgefüllte Steuererklärung und die elektronische Übermittlung zeitsparend und einfach sind. Der Prozessablauf ist visuell dargestellt. Der Eingabeassistent sowie die Übernahme der Vorjahresdaten erleichtern das Ausfüllen und die Übermittlung der Steuererklärung wesentlich. Die Veranlagungsdaten werden verschlüsselt und über eine sichere Verbindung übermittelt.

 

Grundlagen der Steuerrechnung 2018

 

Die vorläufige Rechnung für die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 beruht in der Regel auf der letzten rechtskräftigen Veranlagung beziehungsweise auf der vorläufigen Steuerrechnung des Vorjahres. Die Steuerrechnung berücksichtigt die seither eingetretene Einkommensentwicklung sowie die aktuellen Steuerfüsse für Kanton, Gemeinde, Kirche (soweit bereits bekannt) sowie die Feuerwehrabgabe. Der Steuerfuss für den Kanton beträgt unverändert 115 Prozent.

 

Verdoppelung der straflosen Selbstanzeigen

 

Mit 1‘295 Fällen hat sich die Zahl der Selbstanzeigen im vergangenen Jahr gegenüber dem Jahr 2016 mehr als verdoppelt. Dies ist seit Einführung der straflosen Selbstanzeige im Jahr 2010 das höchste Resultat. Betragsmässig konnte mit rund 307 Millionen Franken offen gelegtem Schwarzgeld das dritthöchste Ergebnis erreicht werden. Nur gerade im Jahr 2014 mit 407 Millionen Franken und im Jahr 2015 mit 312 Millionen Franken konnten höhere Ergebnisse erzielt werden. Seit Einführung der straflosen Selbstanzeigen im Kanton St.Gallen wurden rund 2 Milliarden Franken bisher nicht versteuerte Vermögenswerte angezeigt.

 

Fast 60 Prozent im Fürstentum Liechtenstein versteckt

 

Ab 1. Januar 2016 wurden erstmals die hinterzogenen Vermögen detaillierter erfasst. Die Aufteilung erfolgte in einem ersten Schritt nach folgenden Ländern beziehungsweise Ländergruppen: Schweiz, Fürstentum Liechtenstein und übriges Ausland (Einzelheiten in Tabelle).

 

Auffallend ist, dass fast 60 Prozent – das sind rund 178,4 Millionen Franken – der hinterzogenen Vermögen aus dem Fürstentum Liechtenstein stammen. Dies ist betragsmässig das Zweieinhalbfache des Vorjahres (2016: 71,9 Millionen Franken). Offenbar haben verschiedene Personen das Fürstentum Liechtenstein benutzt, um Schwarzgeld vor dem Schweizer Fiskus zu verstecken. Dass diese Gelder 2017 offengelegt wurden, ist in erster Linie auf das AIA-Abkommen (automatischer Informationsaustausch) zwischen der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein zurückzuführen. Das Abkommen trat am 1. Januar 2018 in Kraft. Ein Datenaustauch mit dem Fürstentum Liechtenstein wird erstmals im Jahr 2019 erfolgen.

 

Bis wann ist Selbstanzeige straflos?

 

Eine der Voraussetzungen der straflosen Selbstanzeige ist, dass eine Steuerhinterziehung keiner Steuerbehörde bekannt ist. Im Kanton St.Gallen werden Selbstanzeigen bis zu dem Zeitpunkt als straflose Selbstanzeigen behandelt, bei dem die Eidgenössische Steuerverwaltung effektiv über die Daten verfügt. Gemäss der multilateralen Vereinbarung über den AIA erfolgt der Informationsaustausch innerhalb von neun Monaten nach Ablauf des Kalenderjahrs, also bis 30. September. Es ist davon auszugehen, dass die erste Datenlieferung nicht vor Mitte 2018 erfolgt.


Allgemein - Schneller am Ziel mit der elektronischen Steuererklärung (18.01.2018 11:30)


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