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Regionalen Service Public sicherstellen

Am Donnerstagmorgen kündigten die NZZ-Mediengruppe und die AZ Medien an, dass sie ihr regionales Mediengeschäft in einem Joint Venture zusammenführen wollen. Die St.Galler Regierung nimmt die Absicht hinter diesem Entscheid – die regionale Publizistik fit für die Zukunft zu machen – verständnisvoll zur Kenntnis. Aus Ostschweizer Sicht wirft der Entscheid aber auch ein weiteres Mal Fragen auf. Die St.Galler Regierung wird prüfen, ob es Massnahmen bedarf, um den regionalen Service Public sicherzustellen.


Eine starke und gut funktionierende Medienlandschaft ist für die Ostschweiz von zentraler Bedeutung. Die Tagblatt-Medien (als Teil der NZZ-Mediengruppe) haben im Kanton St.Gallen eine ausgesprochen starke Stellung inne. Aus ökonomischer Sicht bringt die St.Galler Regierung dem Entscheid Verständnis entgegen. Allerdings ist sie durchaus auch besorgt über diese weitere Konzentration der Medienlandschaft und befürchtet, dass die regionalen Bedürfnisse durch die Zentralisierung nicht mehr genügend abgedeckt werden.

 

Auf die regionale Berichterstattung soll das Joint Venture auf den ersten Blick kaum Auswirkungen haben. Betroffen wird insbesondere der Mantelteil sein. Auch hier haben die Tagblatt-Medien eine zentrale Rolle als Sprachrohr der Ostschweiz in der übrigen Schweiz. Bei Themen und Entscheidungen auf Bundesebene ist nicht nur die korrekte Information gefragt, sondern auch die Diskussion der Auswirkungen aus Ostschweizer und St.Galler Perspektive.

 

Für die St.Galler Regierung steht dieser Entscheid in einer Reihe einer Gesamtentwicklung, die bedauert wird. Es ist eine Entwicklung der Konzentration und zwar weg von der Ostschweiz und St.Gallen: 2014 fasste die NZZ-Mediengruppe die Regionalmedien in der Ost- und Zentralschweiz in einem Geschäftsbereich zusammen, 2016 wurde die direkte Führung der Tagblatt-Medien aus der Ostschweiz abgezogen.

 

Die Gesamtentwicklung in der Medienlandschaft wird bereits seit längerem von der Regierung genau verfolgt. An einer Klausur im Herbst dieses Jahres diskutierte die Regierung den digitalen Wandel und die Auswirkungen auf die regionale Medienlandschaft intensiv. Die Regierung wird prüfen, welche Massnahmen sie allenfalls im Bereich der kantonalen Medien- und Kommunikationspolitik treffen soll, um den regionalen Service Public im Medienbereich sicherzustellen.


Allgemein - Regionalen Service Public sicherstellen (07.12.2017 14:00)


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