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Kanton fördert Kulturschaffende mit verschiedenen Instrumenten

«Happy Landing», eine Arbeit von Urs August Steiner aus Kaltbrunn, der 2016 einen Werkbeitrag des Kantons St. Gallen erhalten hat.

Das Amt für Kultur des Kantons St.Gallen schreibt auch 2018 Werkbeiträge und Atelieraufenthalte in Rom und neu in Berlin für Kulturschaffende aus. Der neue Förderleitfaden gibt dazu und zu andern Fördermöglichkeiten Auskunft. Grundlage ist das am 1. Januar 2018 in Kraft tretende neue Kulturförderungsgesetz.


Das total revidierte Kulturförderungsgesetz, das am 1. Januar 2018 gemeinsam mit dem neuen Kulturerbegesetz in Kraft tritt, verankert die Aufgabenteilung zwischen Gemeinden und Kanton im Sinn der heutigen Praxis, klärt die kantonale Schwerpunktförderung mittels kantonaler Kulturstandorte (z.B. Lokremise St.Gallen, Schloss Werdenberg) und schreibt die bewährten Förderinstrumente und -grundsätze des Kantons fest, darunter auch Kantonsbeiträge zur direkten Förderung von Kulturschaffenden.

 

Angepasster Förderleitfaden

 

Aufgrund der neuen gesetzlichen Grundlagen hat das Amt für Kultur nun seinen Förderleitfaden Kultur angepasst. Der neue Förderleitfaden 2018 fasst für Gesuchstellende die Möglichkeiten und wesentlichen Grundsätze der kantonalen und regionalen Kulturförderung zusammen. Die schmale, 20 Seiten umfassende Broschüre vereint knappe Angaben zu den einzelnen Förderwerkzeugen für Projekte, Institutionen und Organisationen sowie für Personen und gibt einen Überblick über die Voraussetzungen, Verfahren und Kriterien der kantonalen und regionalen Kulturförderung.

Mit den Ausschreibungen für kantonale Werkbeiträge und für Atelieraufenthalte in den Kulturwohnungen in Rom und Berlin mit Eingabefrist 20. Februar 2018 steht die direkte Förderung von Kulturschaffenden im Fokus der kantonalen Kulturförderung.

 

Werkbeiträge fördern Entwicklungspotential

 

Werkbeiträge an Kulturschaffende fördern künstlerisch oder historisch überzeugende, eigenständige und realisierbare Vorhaben. Sie bieten einen Freiraum, um Ideen auszuarbeiten, und werden an Kulturschaffende und -forschende ausgerichtet, die über Entwicklungspotenzial in ihrer Tätigkeit verfügen. Das Vorhaben kann auch eine individuell zusammengestellte Weiterbildung umfassen. Qualitätskriterien sind in Abstimmung mit dem Kulturfördergesetz zudem die Relevanz, das Echo, die Eigenständigkeit und die Professionalität.

 

Sechs Sparten und drei Beitragshöhen

 

Zum zweiten Mal können sich um die Werkbeiträge, aber auch um die Atelieraufenthalte nicht nur Personen aus den Sparten bildende Kunst, angewandte Kunst und Design, Literatur, Musik sowie Tanz und Theater bewerben, sondern auch aus dem Bereich «Geschichte und Gedächtnis». Ebenfalls wie bereits im letzten Jahr ist die Höhe der Werkbeiträge auch in der aktuellen Ausschreibung flexibel gehandhabt, kann Fr. 10'000.-, Fr. 20'000.- oder Fr. 30'000.- betragen und wird durch die Kulturschaffenden selber festgelegt. Insgesamt stehen für die Werkbeiträge maximal 260'000 Franken zur Verfügung.

 

Rom bleibt, Berlin kommt

 

Aufenthalte ausserhalb der gewohnten Umgebung erweisen sich immer wieder als äusserst bedeutsam und fruchtbar. Deshalb wurde aufgrund des Auslaufens der privaten Zwischenfinanzierung über den Verein «Freunde Kulturwohnung Rom» nach einer neuen, für den Kanton St.Gallen günstigen Lösung für die Finanzierung der Kulturwohnung gesucht und in einer überkantonalen Kooperation gefunden. Die Kulturwohnung im lebhaften Quartier San Lorenzo wird neu in einem zweijährigen Turnus gemeinsam mit dem Kanton Graubünden und dem Fürstentum Liechtenstein ausgeschrieben. Als Gegenleistung seitens Liechtenstein kann die Kulturförderung des Kantons St.Gallen für drei Monate jedes zweite Jahr eine Kulturwohnung in Berlin anbieten. Graubünden zahlt für die sechsmonatige Nutzung der Rom-Wohnung einen entsprechenden Beitrag.

In der Ausschreibung 2018 steht die Kulturwohnung in Rom St.Galler Kulturschaffenden folglich in den Monaten März, April und Mai 2019 zur Verfügung, und die Atelierwohnung in Berlin im Jahr 2019 für drei frei zu wählende Monate. Im Jahr 2020 ist die Rom-Wohnung dann insgesamt wieder neun Monate für St.Galler Kulturschaffende reserviert.

 

Wettbewerbsverfahren und Eingabefrist

 

Für das zweistufige Auswahlverfahren zu den Werkbeiträgen und zu den Kulturwohnungen werden Fachjurys eingesetzt, welche die Projekteingaben spartenbezogen prüfen und in der zweiten Stufe gemeinsam die Vergabe der Werkbeiträge und der Atelierwohnung in Rom und Berlin festlegen.  

Bewerbungen nimmt das Amt für Kultur bis am 20. Februar 2018 entgegen. Die definitiven Entscheide über die Vergabe der Werkbeiträge und Atelieraufenthalte folgen im Mai 2018. Die detaillierten Informationen und das Anmeldeformular sind über die Webseite www.kultur.sg.ch erhältlich oder können telefonisch angefordert werden, ebenso der Förderleitfaden 2018 (Amt für Kultur, St.Leonhard-Strasse 40, 9001 St.Gallen, 058 229 43 29).


Allgemein - Kanton fördert Kulturschaffende mit verschiedenen Instrumenten (21.12.2017 11:10)


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