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Fischereizentrum in Steinach feiert Eröffnung

Fischereizentrum in Steinach feiert Eröffnung

Nach rund 18 Monaten Bauzeit wird das Fischereizentrum in Steinach heute offiziell eingeweiht. In der neuen Anlage werden bedrohte Fisch- und Krebsarten gezüchtet und später ausgesetzt. Der Kanton leistet damit einen wichtigen Beitrag, die Wassertiere zu schützen und die Artenvielfalt zu sichern.


Der Neubau in Steinach ersetzt die in die Jahre gekommene Fischzuchtanlage in Rorschach, die aufgrund des abgelaufenen Baurechtsvertrags aufgegeben werden musste. Nebst der neuen Fischzuchtanlage wurden ein Seewasserpumpwerk und eine Bootsanlegestelle im Hafen von Steinach realisiert. Die gesamten Anlagekosten betragen 12,4 Millionen Franken. Nach Abzug der Beiträge von Dritten ergibt sich für den Kanton ein Kreditbedarf von 10,95 Millionen Franken.

 

Regionale Fischarten schützen und fördern

 

Etwa die Hälfte der in der Schweiz heimischen Fisch- und Krebsarten ist bedroht oder bereits ausgestorben. So hat der Kanton St.Gallen den gesetzlichen Auftrag, bedrohte Arten zu schützen und zu fördern. Hinzu kommen weitere Aufgaben wie die Überwachung des Fischereibetriebs, die Bestandesüberwachung, die Sicherung der Fischbestände bei Baustellen-Abfischungen oder Gewässerverschmutzungen. Ohne entsprechende Infrastrukturen kann diese Verantwortung nicht wahrgenommen werden. Nur dank des Einsatzes der ehemaligen Fischzuchtanlage in Rorschach konnte die Bodenseeforelle vor dreissig Jahren vor dem Aussterben gerettet werden.

 

Standort in Steinach sichert Zukunft

 

Die Suche nach einem geeigneten Standort für das neue Fischereizentrum gestaltete sich schwierig. Die Grundstücke am Seeufer werden heute stark genutzt und es besteht eine grosse Nachfrage für die noch verfügbaren Grundstücke auf Kantonsgebiet. Mit dem favorisierten Standort in Steinach konnte der Kanton das Grundstück erwerben und damit langfristig sichern. Gleichzeitig können die Industrieanlagen des benachbarten Industrieunternehmens mit dem Seewasser gekühlt und das erwärmte Wasser durch die Fischaufzuchtbecken geleitet werden. Dadurch fallen für beide Betriebe weniger Energiekosten an und das Unternehmen kann auf die lärmintensiven Kühlaggregate verzichten.

 

Ein hölzernes Gewand

 

Im Herbst 2015 starteten die Bauarbeiten für das Fischereizentrum. Bereits im März dieses Jahres konnte der gesamte Bau fertiggestellt und dem Betrieb übergeben werden. Die Aussen- und Innenwände des neuen Gebäudes bestehen aus Brettsperrholz-Elementen. Sämtliche Fassaden sind mit Tannen- und Lärchenholz verkleidet. Die Aussenwände stehen auf einem Betonsockel. Dieser dient als Hochwasserschutz gegen den See und die Steinach. Auch die Flachdächer sind aus Vollholz gefertigt. Der gesamte Hochbau ist somit aus Massivholz erstellt, was nicht nur die Produktion und Montage entscheidend erleichterte, sondern auch einen Zeitgewinn einbrachte.

 

Fischereizentrum besuchen

 

Am 26. August 2017 findet der Tag der offenen Tür für die Bevölkerung statt. Interessierte erhalten einen Einblick in die Arbeit des Fischereizentrums und können die neue Anlagebesichtigen.

 


Allgemein - Fischereizentrum in Steinach feiert Eröffnung (01.06.2017 17:01)


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