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Projekt "Sicherheitsfunknetz Polycom" erfolgreich abgeschlossen

Das Projekt Sicherheitsfunksystem Polycom der Kantone St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden sowie der Stadt St.Gallen kann gesamthaft rund 14 Millionen Franken kostengünstiger realisiert werden als budgetiert. Die Regierungen der beteiligten Kantone haben vom Projektabschluss Kenntnis genommen und die entsprechende Schlussabrechnung des Sonderkredits genehmigt.


Polycom ist das nationale Funksystem der Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit (Bors), das in der Schweiz im Jahr 2000 erstellt und mit dem letzten Kanton (Zug) im Jahr 2015 komplettiert wurde. Es ermöglicht den Funkkontakt innerhalb und zwischen den verschiedenen Organisationen Grenzwacht, Polizei, Feuerwehr, sanitätsdienstliches Rettungswesen, Zivilschutz und unterstützende Verbände der Armee. Zielsetzung des Projekts ist, dass sämtliche Behörden des Bundes, der Kantone und der Gemeinden über eine einheitliche und homogene Infrastruktur Funkgespräche sowie Daten übertragen können.

 

Das Netz wurde schrittweise durch die Realisierung von Teilnetzen aufgebaut. Die Kantone erstellten die Teilnetze unter Berücksichtigung der Vorgaben des Bundes eigenständig nach ihren Bedürfnissen. Der Bund beteiligte sich massgeblich an den Investitionen und am Unterhalt. Speziell leistete das Grenzwachtkorps in den Gebieten zum angrenzenden Ausland, insbesondere im Fürstentum Liechtenstein, wertvolle Arbeit.

 

Erfolgreicher Betrieb seit 2012

 

Seit Juni 2012 ist das Polycom-Netz in den Kantonen St.Gallen, Appenzell Ausser- und Innerrhoden und in der Stadt St.Gallen unter anderem für die Kantonspolizeien und die Stadtpolizei, die Rettungsdienste, die kantonalen Führungsstäbe, die alpine Rettung, die Zivilschutz- und verschiedenen Feuerwehrorganisationen, die kantonalen Strassenunterhaltsdienste sowie das Grenzwachtkorps in Betrieb.

 

Seither wurden unter Projektleitung des Finanzdepartementes des Kantons St.Gallen und des Kompetenzcenters Polycom der Kantonspolizei St.Gallen weitere verschiedene Optimierungen bei der Notversorgung, der Erschliessung von kaum erschlossenen Gebieten und neuen Gebäudestrukturen vorgenommen. Letzte bauliche Anpassungen an einzelnen Standorten konnten dieses Jahr abgeschlossen werden. Ausgerüstet wurden insgesamt über 3’300 Teilnehmer mit Funkgeräten und Fahrzeuggeräten, eine Vielzahl von nationalen und kantonalen Strassentunnels sowie über hundert Gebäude mit sicherheitsrelevanter Bedeutung.

 

Nutzen für die Bevölkerung

 

Heute besteht das Funksystem aus 81 Sende- und Umsetzerstandorten, verteilt auf drei Kantone und das Fürstentum Liechtenstein. Dadurch hat sich die Funkabdeckung wesentlich verbessert. Aktuell werden rund 95 Prozent der Kantonsgebiete abgedeckt.

 

Die Bevölkerung profitiert von einem raschen Aufgebot der Rettungs- und Sicherheitskräfte bei Ereignissen oder in Notlagen über vernetzte Einsatzleitzentralen in St.Gallen und in Appenzell Ausserrhoden, die mit der kantons- und organisationsübergreifenden gesicherten Funknetze massgebend effektiver und effizienter ist.

 

Kosten erheblich unterschritten

 

Der Kantonsrat St.Gallen hatte im November 2008 für die Beschaffung des Sicherheitsfunksystems Polycom einen Sonderkredit von netto 41.4 Millionen Franken bewilligt. Gesamthaft wurde mit Nettokosten für die beteiligten Partner von 51.0 Millionen Franken gerechnet.

 

Durch Optimierungen während des Projektverlaufs, die Verschiebung von Senderstandorten und kostengünstigere Arbeitsvergaben war es möglich, das Funknetz Polycom für insgesamt 37,1 Millionen Franken zu beschaffen und den gesamten Projektkredit um rund 13.9 Millionen Franken zu unterschreiten. Davon profitieren alle Partner. Der im Kanton St.Gallen gesprochene Sonderkredit von 41.4 Millionen Franken wird nur im Umfang von rund 29.9 Millionen Franken beansprucht. Es resultiert eine Kreditunterschreitung von rund 11.4 Millionen Franken.

 

Eine Übersicht der Kosten zeigt die Tabelle im angehängten PDF.

 

Ausblick

 

Polycom Schweiz soll bis in das Jahr 2030 betrieben werden. Hierzu sollen in einer ersten Tranche bei einzelnen Kantone die vor 15 Jahren in Betrieb genommenen Komponenten ersetzt werden. Die Kantone St.Gallen, Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden sind davon nicht betroffen. Sie pflegen und unterhalten ihre System laufend.


Allgemein - Projekt "Sicherheitsfunknetz Polycom" erfolgreich abgeschlossen (10.12.2015 10:00)


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