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Eine psychische Erkrankung kann jeden treffen

Traditionell besucht Regierungsrätin Heidi Hanselmann am internationalen Tag der psychischen Gesundheit Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende in den Psychiatrieverbunden des Kantons St. Gallen. Im direkten Gespräch setzt sie sich mit den Problemstellungen der Betroffenen auseinander. Sie widmet diesen Tag der Entstigmatisierung von psychisch kranken Menschen.


Regierungsrätin Heidi Hanselmann besucht traditionell die Patientinnen und Patienten in den Psychiatrieverbunden des Kantons. Dieses Jahr wird sie am 9. Oktober 2015 in Wil und Uznach sein. «Die Besuche sollen auch ein Zeichen der Solidarität gegenüber allen psychisch kranken Menschen in unserem Kanton sein», betont Heidi Hanselmann. Sie nimmt die Gelegenheit auch wahr, mit den Mitarbeitenden vor Ort in Kontakt zu treten und ihnen für ihren engagierten Einsatz zu danken, aber auch um zu hören, wo der Schuh drückt. «Die Gespräche mit den Patientinnen und Patienten geben mir erfahrungsgemäss wichtige Impulse für die weitere politische Arbeit», erläutert die Verwaltungsratspräsidentin der St.Gallischen Psychiatrieverbunde.

 

Psychische Erkrankungen können jeden treffen

 

Eine psychische Erkrankung ist – verglichen mit körperlichen Beschwerden wie beispielsweise einem gebrochenen Arm – von aussen selten sichtbar und oft schwer fassbar. Mit ein Grund, warum die Stigmatisierung von Menschen mit einer vorübergehenden oder chronischen psychischen Störung in der Gesellschaft immer noch sehr hoch ist. Die Schweizer Statistiken lassen aufhorchen: Jede zweite Schweizerin und jeder zweite Schweizer erkrankt im Laufe des Lebens an einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung und nahezu die ganze Schweizer Bevölkerung macht im familiären, Freizeit- oder Arbeitsumfeld mehrfach unmittelbare Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen. Es kann jeden treffen! Das muss aufrütteln. Psychische Leiden sind immer noch nicht akzeptiert. Sie erwecken bei vielen Menschen immer noch den Anschein des Simulierens, des selbstverschuldeten Versagens. Das dem nicht so ist und damit das Verständnis der psychischen Krankheiten gefördert werden und die Solidarität gegenüber den Betroffenen gelebt werden muss, dazu gibt der heutige Tag gute Gelegenheit.

 

 

 

Stichwort – Hintergründe

 

Weltweit findet der «Tag der psychischen Gesundheit» am 10. Oktober statt. Er trägt zur Sensibilisierung für die Interessen und Anliegen von psychisch kranken Menschen bei. Zwei Anlässe finden im Kanton St. Gallen bereits am 9. Oktober statt.

 

Dieser Tag wird seit 1992 alljährlich begangen. Die Weltorganisation WFMH (World Federation for Mental Health) liefert für verschiedene Veranstaltungen und Medienberichte einen Anstoss mit der Zielsetzung: 

  • weg vom negativen Psychiatriebild hin zum ressourcenorientierten Handeln
  • den Widersprüchlichkeiten in die Augen sehen und Lösungen entwickeln
  • Entstigmatisierung von psychisch kranken Menschen und eine bessere Integration in die Gesellschaft.

Die WFMH wurde 1948 gegründet und mittlerweile haben sich über 100 Länder dem Verband angeschlossen, darunter auch die Schweiz. Das Ziel des Verbandes besteht darin, dass der psychischen Verfassung aller Menschen Aufmerksamkeit und Sorgfalt entgegen gebracht wird, da es keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit gibt.

 

 

Besuchsprogramm der Regierungsrätin Heidi Hanselmann
vom Freitag, 9. Oktober 2015

 

«Psychiatrie unplugged» in der Psychiatrischen Klinik in Wil:10.00 bis 13.00 Uhr

Am 9. Oktober stehen in Wil für die Patientinnen und Patienten besondere musikalische wie auch kulinarische Leckerbissen auf dem Programm. Fünf lokale Musikgruppen  spielen «unplugged», also ohne elektrische Tonverstärkung, nacheinander an verschiedenen Standorten. Abschluss der Darbietungen bietet das Mittagessen im Restaurant.

 

Offen über psychische Erkrankungen sprechen – wir helfen Betroffenen und Angehörigen dabei. Psychiatriezentrum Linthgebiet in Uznach: 14.00 bis 16.00 Uhr
Rückmeldungen der Angehörigenberatung zeigen die grosse Wirkung von Gesprächen über psychische Erkrankung auf. Therapeutische Beziehungen in Gruppen, Ergo-, Kunst- und Bewegungstherapien werden vorgestellt.

 

 

 

Weitere Informationen zum Tag der psychischen Gesundheit finden Sie auf: www.wfmh.com


Allgemein - Eine psychische Erkrankung kann jeden treffen (08.10.2015 13:53)


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