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Bund, Kanton und Gemeinden verstärken Integrationsbemühungen

Ab 1. Januar 2014 regeln Bund und Kantone die spezifische Integrationsförderung im Rahmen von kantonalen Integrationsprogrammen. Im Auftrag der Regierung hat das Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung im Departement des Innern in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern ein entsprechendes Programm mit Massnahmen für den Kanton St.Gallen erarbeitet. Ausgangspunkt war der im Jahr 2011 vom Kantonsrat verabschiedete Bericht der Regierung zur Weiterentwicklung der Integrationspolitik des Kantons St.Gallen.


In Zukunft werden die Aufgaben von Kanton und Gemeinden wesentlich von demographischen Fragen wie etwa der Integration der ausländischen Bevölkerung mitbestimmt werden. Mit dem kantonalen Integrationsprogramm 2014-2017 hat sich der Kanton St.Gallen bezüglich der künftigen Herausforderungen strategisch gut positioniert.

 

In einem gemeinsamen Grundlagenpapier haben sich Bund und Kantone verpflichtet, ihre Anstrengungen zur Integration von Ausländerinnen und Ausländern unter Einbezug der Gemeinden zu verstärken. In den Bereichen "Information und Beratung", "Bildung und Arbeit", "Verständigung und gesellschaftliche Integration" wurde ein Massnahmenpaket für die Jahre 2014-2017 geschnürt.

 

Integration im Kanton St.Gallen auf Kurs

 

Integration als Querschnittaufgabe erfolgt in erster Linie über bestehende Angebote der Regelstrukturen wie Schule, Berufsbildung, Arbeitswelt, die Institutionen der sozialen Sicherheit und über das Gesundheitswesen. Ziel des kantonalen Integrationsprogramms ist es daher, in Ergänzung zu bereits vorhandenen Angeboten die Integration mit bedarfsorientierten Massnahmen zu verstärken.

 

Im Auftrag der St.Galler Regierung wurde unter Leitung des Kompetenzzentrums Integration und Gleichstellung im Departement des Innern in Zusammenarbeit mit dem interdepartementalen Integrationsausschuss, dem Koordinationsgremium Integration der Vereinigung St.Galler Gemeindepräsidenten und Gemeindepräsidentinnen (VSGP) und weiteren Integrationsakteuren das kantonale Programm erarbeitet. Am 6. November 2013 wurde es namens der Regierung von Regierungsrat Martin Klöti, Vorsteher des Departementes des Innern, unterzeichnet. Es gilt für die Jahre 2014 bis 2017. Die bisherigen Ziele der kantonalen Integrationsarbeit werden mit dem neuen Programm fortgeführt, und es bildet auch die Basis für die finanzielle Beteiligung des Bundes an der kantonalen Integrationsförderung.

 

Von Erstinformation bis Frühförderung

 

Ein Schwerpunkt des kantonalen Integrationsprogramms liegt in der Erstinformation. Alle neu eingereisten Ausländerinnen und Ausländer mit Perspektive auf einen längerfristigen Aufenthalt sollen neu individuell begrüsst und über die Gegebenheiten in der Schweiz informiert werden. Der Kanton unterstützt die Gemeinden bei der Umsetzung dieses Vorhabens.

 

Mittels eines neuen Finanzierungssystems fördern neu Bund, Kanton und Gemeinden gemeinsam ab dem Jahr 2014 die personenbezogene Deutschkursunterstützung. Im Zentrum der Systemumstellung steht das Anliegen von Kanton und Gemeinden, noch mehr Personen für einen Alphabetisierungs- oder Deutschkurs gewinnen zu können, um die soziale und berufliche Integration weiter zu fördern.

 

Neu konzipierte Weiterbildungen für Fachpersonen im Frühbereich stellen den frühkindlichen Spracherwerb sowie den verstärkten Einbezug der Eltern ins Zentrum, um präventiv zu wirken und die Grundsteine für eine erfolgreiche Schullaufbahn zu legen. Arbeitgebende werden verstärkt in den Integrationsdialog eingebunden.

 

Der Zugang zum ersten Arbeitsmarkt für Flüchtlinge und spät eingereiste junge Erwachsene wird mit verschiedenen Massnahmen unterstützt, um hohe Folgekosten in der Sozialhilfe zu reduzieren. Die bereits etablierten sechs regionalen Integrationsfachstellen stehen auch in Zukunft für Fragen zu den Themen Integration/Migration für Gemeinden zur Verfügung. Projekte zur gesellschaftlichen Integration und zur Verbesserung der Lebensqualität in städtischen oder ländlichen Gebieten werden auch künftig unterstützt.


Allgemein - Bund, Kanton und Gemeinden verstärken Integrationsbemühungen (06.11.2013 11:09)


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