Archivgeschichte

Das Staatsarchiv entstand - wie der Kanton - im Jahre 1803. Hauptaufgabe der Archivare war vorerst, die für die Verwaltungstätigkeit notwendigen Rechtsdokumente aus der Zeit der alteidgenössischen Ordnung vor 1798 und der Übergangsperiode von 1798 bis 1803 sicherzustellen.

Da der ehemalige helvetische Kanton "Linth" sowohl St.Galler als auch Glarner und Schwyzer Kantonsgebiet umfasste, musste der Archivbestand separiert werden: Alles, was den Kanton Linth als Ganzes betraf, wurde 1808 dem Glarner Landesarchiv überlassen und was sich nur auf die St.Galler und Schwyzer Teile bezog, ins Staatsarchiv St.Gallen überführt. Die Akten der appenzellischen Distrikte des Kantons "Säntis" gingen an die Kantone Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden.

Bereits 1803 wurde das Archiv der Vogtei Rheintal ins Staatsarchiv eingegliedert; es war allerdings in bedenklichem und unvollständigem Zustand. In mehreren Lieferungen übergab Zürich Akten und Bücher seiner ehemaligen Landvogtei Sax. Die Bestände der fürstäbtischen Verwaltung wurden 1834 endgültig dem Stiftsarchiv übergeben. 1837 gelangten das Archiv der Herrschaft Gaster, 1840 das Uznacher Landesarchiv ins Staatsarchiv. Die Übernahme von Archivgut der übrigen Regionen (Werdenberg, Sargans) gestaltete sich schwierig und scheiterte zum Teil am Tagsatzungsbeschluss von 1804.

Noch offene Fragen?