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Wie die Regierung gewählt wird

Die Regierung wird alle vier Jahre direkt vom St.Galler Volk gewählt – am gleichen Tag wie der Kantonsrat. Beim Verfahren gibt es aber einen entscheidenden Unterschied, weil bei den Regierungswahlen nicht das Proporz-, sondern das Majorzsystem zur Anwendung kommt. Dabei bildet der ganze Kanton einen einzigen Wahlkreis. Gewählt sind die Kandidatinnen und Kandidaten, die das absolute Mehr erreichen, das heisst die Hälfte der gültigen Stimmzettel plus eins. Ist dies bei mehr als sieben Kandidierenden der Fall, scheiden jene mit den kleinsten Stimmenzahlen aus. Erzielen weniger als sieben das absolute Mehr, findet einige Wochen später ein zweiter Wahlgang statt, bei dem das einfache Mehr der gültigen Stimmen zählt.

 

Beim Majorzverfahren oder Mehrheitswahlrecht werden in erster Linie Personen gewählt und nicht Parteien. Die besten Chancen haben Kandidatinnen und Kandidaten, die kantonsweit bekannt sind, Profil beweisen und über das eigene politische Lager hinaus Stimmen erhalten. Das mag ein Grund dafür sein, warum die Zusammensetzung der Regierung die Kräfteverhältnisse im Kantonsrat heute nur teilweise widerspiegelt. Die SVP beispielsweise, die stärkste Fraktion im Kantonsrat, stellt ab der Amtsdauer 2008 bis 2012 erstmals überhaupt einen Regierungsrat.

 

Die Regierung nach den Wahlen von 2016:

  • Freisinnig-Demokratische Partei (FDP): 2 Sitze
  • Christlichdemokratische Volkspartei (CVP): 2 Sitze
  • Sozialdemokratische Partei (SP): 2 Sitze
  • Schweizerische Volkspartei (SVP): 1 Sitz

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