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Was macht das Fremde mit mir?

Fässler

Fredy Fässler auf der Suche nach Antworten

 

Eine Frage, keine Antwort. Als Politiker bin ich mich an das Gegenteil gewöhnt. Dieses Jahr aber will ich in meiner Funktion als Regierungspräsident erfragen, statt beantworten. Ich will mich von meiner Neugier leiten lassen und erhoffe mir, dass es mir die St.Galler Bevölkerung gleich tut. Mit mir oder für sich.

 

Denn das Fremde fordert mich heraus. Ich muss es erfahren, damit ich es verstehe. Oder eben auch nicht. Denn egal, welche Erkenntnisse ich aus meiner Begegnung mit dem Fremden ziehe, am Ende bleibt die Auseinandersetzung. Miteinander sprechen, Fragen stellen, die Antwort nicht scheuen. Das zählt für mich. Und hilft unserer Demokratie.

 

Von nun an gehe ich deshalb auf Erforschungstour. Ich will jene Leute treffen, die mir meine Fragen beantworten können. Wieso radikalisiert sich ein Mensch? Oder: Muss ich mich ob der künstlichen Intelligenz sorgen? Wie gehe ich richtig mit einer dementen Person um? Und was fühlt eine oder ein Transsexueller? Die Liste meiner Fragen ist lang.

 

Fredy Fässler

Regierungspräsident

 


Kommende Veranstaltungen

8. Veranstaltung: "Radikalismus/Extremismus"

MuslimExterner Link: Es öffnet sich ein neues Fenster: http://www.sg.ch/content/dam/dokument_library/allgemein/Flyer Regierungspräsident Extremismus Radikalisierung.pdf

17. Mai 2018, 18 Uhr im Hotel Hirschen in Wildhaus (Passhöhe) 

 

An einem Wochenende im Oktober 2016 versammelten sich rund 6'000 Neonazis aus halb Europa in der Tennishalle Unterwasser zu einem Konzert mit nationalsozialistischer Musik. Das Konzert schockierte Regierunspräsident Fredy Fässler – als Sicherheitsdirektor, aber auch als Privatperson. Wie gelangt ein Mensch an den Punkt, dass er an solch extreme Inhalte glaubt? Und was geht in jemandem vor, der sich radikalisiert?

 

Extremismus und Radikalismus kommen in Religionen vor. Und auch in der Politik. Eine Ideologie kann sich im Gehirn eines Menschen so sehr verankern, dass er alles dafür tun würde, um strikt nach ihr zu leben – und sogar für sie sterben würde. Aber wie kann das verhindert werden? Können wir überhaupt etwas dagegen tun? Am letzten Anlass seiner Präsidialreihe «Was macht das Fremde mit mir?» befasst sich Fredy Fässler mit diesen Fragen.

 

Am 17. Mai begrüsst er im Hotel Hirschen in Wildhaus drei Gäste, mit denen er nach Antworten sucht. Esther Luder Müller leitet die Kriseninterventionsgruppe des Schulpsychologischen Dienstes St.Gallen. Sie hält zu Beginn des Anlasses ein kurzes Input-Referat. Die anschliessende Podiums-Diskussion hält Fredy Fässler mit Esther Luder Müller und zwei Gästen, die vom Ereignis in Unterwasser betroffen waren: Rolf Züllig, Gemeindepräsident von Wildhaus-Alt St.Johann, und Dr. Bruno Zanga, Kommandant der Kantonspolizei St.Gallen.

 

 


Bisherige Veranstaltungen

Muslim

7. Veranstaltung: "Musliminnen und Muslime im Alltag"

 

4. April 2018 in der Moschee der Islamischen Gemeinschaft Oberuzwil

 

Im Kanton St.Gallen leben rund eine halbe Million Menschen. Rund sieben Prozent davon gehören dem Islam an. Oft merken wir es nicht. Denn nicht alle Musliminnen und Muslime entsprechen dem stereotypischen Bild der verschleierten Frau, das wir vielfach im Kopf haben. Musliminnen und Muslime arbeiten mit römisch-katholischen Menschen im selben Büro, gehen auf die gleiche Schule wie reformierte Kinder. Sie leben in unserem Land, haben sich integriert oder wurden sogar hier geboren.

 

Das Thema bewegt Regierungspräsident Fredy Fässler: Wir begegnen der uns fremden Religion vielfach mit Berührungsängsten und wissen oft nicht, wie wir damit umgehen sollen. Aber wie fühlen sich Musliminnen und Muslime bei uns, in einem Land, in dem ihre Religion nicht die häufigste ist? Und wer ist überhaupt «wir»? Gehören Musliminnen und Muslime nicht einfach auch zum «wir»? Sind sie nicht einfach Teil von uns? Und macht die Religionszugehörigkeit einen Menschen aus?

Leihmutter

6. Veranstaltung: "Leihmutterschaft"

 

12. Februar 2018 in der Kantonsschule Wil 

 

Eine Frau trägt ein Kind für jemand anderen aus und wird dafür bezahlt. Die Leihmutterschaft ist für einige Paare der letzte Ausweg, um doch noch Eltern zu werden. Denn wenn die Medizin keine Optionen mehr bereithält, verbleibt die Leihmutterschaft noch als Alternative. Doch die Leihmutterschaft ist gesellschaftlich und politisch höchst umstritten. In der Schweiz ist sie nicht erlaubt, trotzdem gibt es auch im Kanton St.Gallen Paare, die im Ausland auf die Dienste einer Leihmutter zurückgreifen. In persönlichen Diskussionen über die Leihmutterschaft hat Fredy Fässler gemerkt, dass ihm die verschiedenen Ansichten zum Thema fremd sind. Er hat das Thema deshalb in seine Präsidial-Reihe «Was macht das Fremde mit mir?» aufgenommen.

TransExterner Link: Es öffnet sich ein neues Fenster: https://www.sg.ch/content/dam/dokument_library/allgemein/Flyer.pdf

5. Veranstaltung: "Trans- und Intersexmenschen"

 

18. Januar 2018 im Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs

 

Nicht nur Menschen, die sich im falschen Geschlecht geboren fühlen oder kein eindeutiges Geschlecht haben, tun sich oftmals schwer mit der Situation. Auch viele Leute um die Trans- und intersexuellen Mitmenschen herum wissen - bis jetzt - nicht, wie sie auf diese Situation reagieren sollen. Regierunspräsident Fredy Fässler erlebte selber eine solche Situation und fragte sich, wie er sein Wissen und das Verständnis für Trans- und intersexuelle Menschen stärken kann. An diesem Abend gaben seine Freundin und eine Intersex-Aktivistin Auskunft.

Demenz VideoExterner Link: Es öffnet sich ein neues Fenster: https://youtu.be/pRGvIjPeVSw

4. Veranstaltung: "Demenz - Wenn die Liebsten zu Fremden werden"

 

Mittwoch, 13. Dezember 2017 im Würth Haus Rorschach 

 

Demenz kann jeden treffen - und es trifft nicht nur jene, die daran erkranken, sondern wirkt sich auf die Familie und Freunde aus. Wie geht man damit um, wenn jemand, den man liebt, einen plötzlich als fremd wahrnimmt? Eine Frage, die den Regierungspräsidenten beschäftigt. Antworten boten seine Gäste Ulrich Hemmeter, Chefarzt Alters- und Neuropsychiatrie, Psychiatrie St. Gallen Nord, Heidi Zeller, Leiterin Fachstelle Demenz der FHS, Regula Rusconi, Leiterin der Geschäftsstelle Alzheimer St.Gallen-Appenzell und ein Ehemann, dessen Frau seit einigen Jahren in einer Demenzabteilung wohnt.

3. Veranstaltung: "Menschen aus Eritrea"

 

Donnerstag, 9. November im ri.nova Impulszentrum, Rebstein

 

Kaum eine Gruppe Asylsuchender steht aktuell mehr im politischen Diskurs wie die Menschen aus Eritrea. Asylentscheide sind zwar Sache des Bundes, doch die Integration findet in den Gemeinden und im Kanton statt. Doch hier entsteht - wenn überhaupt - nur flüchtiger Kontakt. In der Mehrheit der Fälle reduzieren wir die Menschen auf die Äusserlichkeiten. Was also sollten wir über unsere neue Nachbarn wissen? Regierungspräsident Fredy Fässler lud zur offenen Runde. 

2. Veranstaltung: "Mensch vs. Maschine"

 

Mittwoch, 6. September an der Hochschule für Technik Rapperswil HSR

 

Wenn Roboter miteinander kommunizieren und Computer rationalere und effizientere Überlegungen anstellen als Menschen, was macht das dann mit mir?

Das fragte sich Regierungspräsident Fredy Fässler an seinem zweiten Event im Rahmen seines Präsidialjahres und seiner Frage «Was macht das Fremde mit mir?». Diesmal suchte er Antworten auf seine Fragen zu künstlicher Intelligenz und Big Data. Seine Gäste waren Dr. Guido Schuster, Professor an der Hochschule für Technik Rapperswil, der solche Roboter mitentwickelt und Marloes Caduff von Codillion.org, eine Frau, die schon kleinen Kindern das Programmieren beibringt. 

VideoExterner Link: Es öffnet sich ein neues Fenster: Video

1. Veranstaltung: "Was macht das Fremde mit uns?"

 

Mittwoch, 28. Juni 2017 im Kantonsraatssaal St.Gallen

 

Fredy Fässler sprach mit der renommierten Psychologin Verena Kast über das Fremde und was es mit uns macht. Das ganze Gespräch gibt es zum Nachschauen auf YouTube.