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Kinderrechte

Kinder haben Rechte

Im Jahr 1997 hat die Schweiz das UNO-Übereinkommen über die Rechte des Kindes in Kraft gesetzt. Die Kinderrechtskonvention schützt und anerkennt Kinder als eigenständige Personen. Sie verlangt, dass bei allen Massnahmen, die Kinder betreffen, das Wohl des Kindes vorrangig zu berücksichtigen ist. Kinder und Jugendliche haben das Recht, gesund und unversehrt in der Fürsorge einer Gemeinschaft aufzuwachsen, ihre Persönlichkeit zu entfalten, ihr Leben zu gestalten und sich am sozialen Leben zu beteiligen.

 

Im Jahr 2010 hat die Schweiz ergänzend die Verordnung über Massnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie zur Stärkung der Kinderrechte in Kraft gesetzt und so eine Basis für Finanzhilfen in diesem Themenfeld geschaffen.

 

Alle fünf Jahre muss die Schweizer Regierung dem UN-Kinderrechtsausschuss über den Stand der Umsetzung der Kinderrechte in der Schweiz Bericht erstatten. Diesen Staatenbericht reichte die Schweiz im Jahr 2014 letztmals ein und der UN-Kinderrechtsausschuss beantwortete diesen im Februar 2015 mit seinen Empfehlungen für die Schweiz.

Finanzielle Unterstützung von Events zum 30 Jahre Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention

30 Jahre alt wird die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen im Jahr 2019. Aufgrund des Jubiläums sollen im Kanton St.Gallen in der Woche vom 18. bis 24. November 2019, rund um den Tag der Kinderrechte (20. November 2019), Events zu den Kinderrechten stattfinden. Die Events sind im Idealfall über das Kantonsgebiet verteilt, stehen unter dem Lead einer lokalen Akteurin bzw. eines lokalen Akteurs der Kinder- und Jugendpolitik oder der Kinder- und Jugendhilfe (allenfalls unter Beteiligung weiterer lokaler Akteurinnen bzw. Akteure) und werden vom Kanton finanziell mit Mitteln aus dem kantonalen Programm mit dem Bund unterstützt. Bis 30. November 2018 können Unterstützungsgesuche eingereicht werden.

 

Bedarfsabklärung kantonale Kinderrechtsstelle

Eine externe Bedarfsabklärung sollte im Jahr 2016 klären, ob es eine kantonale Kinderrechtsstelle braucht, welche die Kinderrechte überwacht und als Anlaufstelle für Beschwerden zur Verfügung steht. Der Schlussbericht basiert auf Interviews und Workshops mit Fachpersonen, Kindern und Jugendlichen.

 

Die Autorin kommt zum Schluss, dass für Kinder, Jugendliche und Fachpersonen zwar viele Anlaufstellen bestehen, allerdings nicht flächendeckend. Aktuell messen der Kanton, private Vereine und viele Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe der Umsetzung der Kinderrechte aber viel Bedeutung bei. Damit gebe es viele Ansatzpunkte, die Umsetzung der Kinderrechte zu verbessern. Erst wenn diese Anstrengungen nicht wirksam wären, müsste eine spezifische Kinderrechtsstelle in Erwägung gezogen werden.

 

Das Amt für Soziales will sich in Folge auf verschiedenste Massnahmen wie kinderrechtskonforme Verfahren, Kinderrechte in der Aus- und Weiterbildung sowie Sensibilisierung konzentrieren. Die Schaffung einer nationalen Anlaufstelle für Kinderrechte, wie sie auch der UN-Kinderrechtsausschuss fordert, soll zudem unterstützt werden.