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Wiedereinstieg

Zurück in den Beruf

Die Beteiligung von Müttern am Schweizer Arbeitsmarkt ist hoch. War bis vor wenigen Jahrzehnten eine längere Familienpause für die meisten Mütter noch die Regel, so bleiben heute vier von fünf Müttern beruflich aktiv. Viele von ihnen arbeiten in Teilzeit unter 50 Prozent und möchten nach ein paar Jahren ihr Pensum (wieder) erhöhen. Andere möchten nach einem längeren Unterbruch wieder ins Berufsleben einsteigen, wieder andere sich beruflich umorientieren.

 

Die Diskussion um den Fachkräftemangel rückt Mütter als potentielle Arbeitskräfte verstärkt ins Blickfeld. U.a. möchte der Bund bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative Mütter, die ihre berufliche Tätigkeit unterbrochen haben, zum Wiedereinstieg motivieren.

 

Der Wiedereinstieg gestaltet sich jedoch in der Realität meist schwieriger als gedacht. Frauen (und Männer), die zugunsten der Familie eine längere berufliche Auszeit nehmen, haben auf dem Arbeitsmarkt wegen einer lückenhaften Erwerbsbiographie in vielen Fällen das Nachsehen. Gleichzeitig schwindet bereits nach einem relativ kurzen Erwerbsunterbruch das Vertrauen in die eigenen beruflichen Fähigkeiten.

 

Um Ihnen den Wiedereinstieg zu erleichtern, haben wir ein Dossier mit vielen Tipps und nützlichen Hinweisen zu folgenden Aspekten zusammengestellt.

  • Was gilt es schon beim vorläufigen Ausstieg aus der Berufstätigkeit und beim Wiedereinstieg zu bedenken?
  • Wo erhalten Sie konkrete Beratung und Unterstützung?
  • Welche Anlaufstellen helfen weiter?

Das Dossier entstand in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons St.Gallen, dem Berufsinformationszentrum St.Gallen und der Infostelle Frau und Arbeit Weinfelden.

Kurs für Wiedereinsteigerinnen

Auffrischung der kaufmännischen Fähigkeiten für den aktuellen Arbeitsmarkt

 

Der Kurs der Erwachsenenbildung Zürich richtet sich an Wiedereinsteigerinnen, die ihre kaufmännischen Kompetenzen wieder auf den aktuellen Stand bringen und dadurch die Arbeitsmarktfähigkeit entscheidend verbessern möchten. Die Teilnehmerinnen werden mit neuen digitalen Arbeitsmitteln vertraut, frischen ihr berufliches Wissen auf und stärken ihr Selbstvertrauen. Das hilft, sich neuen Aufgaben zu stellen. Das Treffen mit Gleichgesinnten bringt zusätzlich anregenden Austausch.

Neue Studie zur Zufriedenheit von Wiedereinsteigerinnen

An der Studie «Zurück in den Beruf» des psychologischen Instituts der Universität Zürich haben sich insgesamt 364 berufstätige Frauen, die nach einer Mutterschaftspause zu ihrer vorherigen Arbeitgeberin bzw. ihrem vorherigen Arbeitgeber zurückgekehrt sind, beteiligt. Dafür wurden sie im Abstand von drei Wochen online befragt. Ziel der Studie war es, Erkenntnisse zu gewinnen, welche Faktoren eine erfolgreiche Rückkehr an den Arbeitsplatz beeinflussen und welche sich eher negativ auswirken.

 

Zu den positiven Einflüssen zählen die Unterstützung des sozialen Umfelds, berufliche und mütterliche Selbstwirksamkeit, flexible Arbeitsbedingungen und das Verständnis der oder des Vorgesetzten.

 

Negativ erlebt wird die Rückkehr an den Arbeitsplatz bei Zeitdruck, bei elterlicher Überlastung, bei hohem Aufwand für die geregelte Kinderbetreuung oder bei Unsicherheit in Zusammenhang mit dem Stillen bzw. dem Abpumpen der Milch.

 

Die befragte Zielgruppe zeichnet sich dadurch aus, dass drei Viertel der Teilnehmerinnen  über einen Abschluss im Tertiärbereich (Universität, Fachhochschule oder höhere Fachschule) verfügt und die Motivation für den Wiedereinstieg bei den meisten nicht ausschliesslich finanzieller Natur war.

Kontakt

  Brigitte Meyer
Adresse: Spisergasse 41
9001 St.Gallen
Telefon: 058 229 21 62