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Ambulante Behandlung

Die Anordnung einer ambulanten Behandlung nach Art. 63 StGB setzt voraus, dass

  • der Täter psychisch schwer gestört oder abhängig ist,
  • er eine Straftat begangen hat, die im Zusammenhang mit diesem Zustand steht und
  • die Behandlung geeignet ist, weitere Straftaten zu verhindern.

Die ambulante Behandlung kann unter Aufschub des Vollzugs der zugleich ausgesprochenen Freiheitsstrafe, vollzugsbegleitend oder nach dem Strafvollzug durchgeführt werden. Die Vollzugsbehörde kann zur Einleitung der ambulanten Behandlung den Täter für längstens zwei Monate in eine stationäre Behandlung, z.B. in eine Klinik, einweisen. Die Massnahme dauert längstens fünf Jahre. Im Fall von psychischen Störungen kann der Richter die Behandlung auf Antrag der Vollzugsbehörde so oft um ein bis fünf Jahre verlängern, als dies zur Verhinderung neuer Straftaten notwendig erscheint.

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