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Ambulante Behandlungen und Weisungen

Leitplanke mit Verkehrsschild Kurve

1. Ambulante Behandlungen, Aufschub des Vollzugs der Strafe

 

Die Bewährungshilfe St.Gallen kontrolliert die Einhaltung der vom Gericht nach Art. 63 Abs. 1 und 2 StGB angeordneten ambulanten Behandlung. In der Regel wird eine Behandlungsvereinbarung zwischen der Behandlungsstelle und der verurteilten Person erstellt.

 

Ist die Behandlung nicht mehr notwendig oder fällt der Grund dafür weg, berichtet die Bewährungshilfe St.Gallen zuhanden der zuständigen Stelle über den Verlauf der ambulanten Behandlung.

 

 

2. Weisungen

 

Die Bewährungshilfe St.Gallen kontrolliert die Einhaltung der vom Gericht erteilten Weisung (Art. 44 Abs. 2 StGB) während der Dauer der Probezeit. Hält die verurteilte Person die Weisung nicht ein, wird die zuständige Behörde informiert. Sie beurteilt den Sachverhalt und entscheidet über das weitere Vorgehen.

 

Bei einer bedingten Entlassung aus dem Freiheitsentzug (Art. 87 Abs. 2 StGB), kann die zuständige Entlassungsbehörde der verurteilten Person Auflagen in Form von Weisungen erteilen. Die Bewährungshilfe St.Gallen kontrolliert die Einhaltung der Weisung während der Dauer der Probezeit. Hält die verurteilte Person die Weisung nicht ein, wird die zuständige Behörde informiert. Diese entscheidet über das weitere Vorgehen.

 

 

3. Ersatzmassnahmen

 

Die zuständige Behörde kann eine Person unter Auflage von Ersatzmassnahmen (Art. 237 StPO) aus der Untersuchungshaft entlassen. Für die Kontrolle der Einhaltung solcher Auflagen ist die Bewährungshilfe St.Gallen zuständig. Diese Massnahmen dauern bis zum Widerruf durch die Behörde oder bis zur Rechtskraft eines Urteils. Bei Nichteinhalten der Auflagen erfolgt eine Rückmeldung an die zuständige Behörde. Diese entscheidet über das weitere Vorgehen.

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