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Ulrich von Veringen

Nr. 35

 

Ulrich V. von Veringen

 

regierte vom 4. Februar 1199 bis zu seinem Tode, am 15. Januar 1200.[i]

 

Nach der Abdankung Abt Ulrichs IV. wurde am gleichen Tage (s. o.), am 4. Februar 1199 der bisherige Propst Ulrich von Veringen zum Abte gewählt. Dieser gehörte dem gräflichen Geschlechte der Veringen an und war wahrscheinlich der jüngste Sohn des Grafen Marquart und ein Bruder der Grafen Heinrich (1150-1189) und Mangold (1150-1186) von Veringen.[ii] Seine Regierung war aber der Continuatio Casuum zufolge keine glückliche (c. 42). Er gab die Höfe Elgg, Hüttenswil und Romanshorn, sowie andern Klosterbesitz um 190 Mark Silber und 100 Pfund Pfennige zu Lehen, wodurch sie Gefahr liefen, dem Kloster überhaupt entfremdet zu werden; ebenso veräusserte er einen goldenen Kelch und zog auch sonst dem Gotteshause grosse Schulden zu. Urkundlich ist dieser Abt nicht beglaubigt. Gott, der ihn – wie der Chronist meint – St.Gallen zur Strafe gegeben, erbarmte sich aber bald des Stiftes.[iii] Nach einer Regierung von nur 49 Wochen[iv] starb Ulrich V. schon am 15. Januar 1200. Das Nekrologium verzeichnet ihn merkwürdigerweise gar nicht; doch hat sich eine Jahrzeitstiftung erhalten.[v]


 

[i] Continuatio Cas. c. 41, 42; vgl. dazu Meyers Anm.

[ii] S. Meyer 1. c., p. 111, n. 275

[iii] Ab illo, a quo in ira positus est, ab ipso etiam in ira paralysi percussus, de medio sublatus est.

[iv] S. obige Notiz bei Goldast und den Äbtekatalog

[v] Dominus venerabilis Uodalricus abbas hujus nominis quintus, anniversarium suum instituit de quodam praedio in Ranwilla etc., W. III. Ap. 92 (Jahrzeiten), p. 835

 

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