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Konrad von Pegau

Nr. 54

 

Konrad III. von Pegau

 

regierte von 1418-1419.[i]

 

Papst Martin V. übertrug die durch Resignation Heinrichs V. erledigte Abtei dem Abte Konrad von Pegau[ii], der sich auf dem Konzil zu Konstanz durch seine Gelehrsamkeit und seinen Reformeifer auszeichnete. Wann die Ernennung genau stattfand, lässt sich nicht bestimmen, doch muss sie spätestens in den Mai 1418 fallen.

 

Die trostlose Lage, in der Abt Konrad das Kloster vorfand, das eben durch ein Brandunglück heimgesucht worden und dessen Rechte und Einkünfte durch die Appenzeller immer noch gefährdet waren, muss auf den neuen Abt einen äusserst niederschmetternden Eindruck gemacht haben. Zudem schien das Stift zum Aussterben verurteilt zu sein. Er wollte auch seine Abtei Pegau St.Gallen wegen nicht vernachlässigt sehen. So kam er im Frühjahr 1419 bei Martin V., der damals auf der Heimreise in Florenz weilte, um Enthebung von dieser Abtei ein. Der Papst willfahrte der Bitte und teilte dies schon am 15. März 1419 den Vasallen des Stiftes zugleich mit der Ernennung eines Nachfolgers mit.[iii] Nach dem Äbtekatalog hätte die Regierung Konrads zehn Monate gedauert. Urkundlich erscheint er nur einmal als «von Gotts gnaden abbt ze Pegow, erwelter und versehener desz gotshuss ze Santgallen»; dabei brauchte er sein Pegauer Abtssiegel.[iv]


 

[i] Vadian p. 539-40. – v. Arx II, 145-46

[ii] Benediktinerkloster in der Diözese Merseburg, Sachsen

[iii] W. V., Nr. 2741

[iv] W. V., Nr. 2739

 

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