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Bernwig

Nr. 8

 

Bernwig

 

regierte vom Mai 837 bis 840/41 (8. Dezember 840 ?).[i] Er ist wohl identisch mit dem im Liber Promissionum genannten Pernwic (VIII. 17), der auch im Reichenauer (45, 32) und Pfäferser Confraternitätsbuch (32, 12) vorkommt. Mehrfach wird er als Schreiber von Urkunden und von 827 bis 831 als Dekan erwähnt.[ii]

 

Wie Ratpert berichtet (c. 17) gewährte Kaiser Ludwig auf Bitten Gozberts, dass Bernwicus[iii] ihm nachfolgte.[iv] Während aber Ratpert über die in diese Zeit fallenden kriegerischen Ereignisse zwischen den Söhnen Ludwigs weitläufiger berichtet, gibt er uns über die Stellung Bernwigs dazu nur kurzen Aufschluss. Dieser stellte sich nämlich auf die Seite Lothars, der üherhaupt die geistlichen Grossen, die für die Reichseinheit waren, für sich hatte. Das hatte zur Folge, dass Bernwig, als Ludwig Alemannien sich unterwarf, von diesem abgesetzt wurde, was in die Zeit zwischen August/September 840 und April 841 fallen muss. Die Angabe des Äbtekatalogs, Bernwig hätte vier Jahre regiert, ist daher etwas ungenau; es waren nur gut 3 ½ Jahre. Bernwig starb an einem 8. Dezember; ob es gerade 840 war, scheint mir immerhin fraglich, denn Ratpert sagt nicht, dass er gestorben und so die Abtei erledigt worden sei. – In Bernwigs Zeit fallen die Urkunden W. I. 360-382; erstmals wird er darin am 25. Mai 837, zum letzten Male am 22. Oktober 839[v] erwähnt.


 

[i] Ratpert c. 17, n. 79 bis c. 18, n. 89

[ii] S. Verzeichnis der Mönche bis 1426

[iii] Monachus noster

[iv] Annales brevissimi: 837 Bernwigus abba efficitur. – Idem Annales Alamannici et Sang. maj.

[v] W. I., Nr. 360 resp. 381

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