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Hugo von Villingen

Nr. 42

 

Hugo von Villingen (1241-1244)

 

Obwohl Leu und Eichhorn als Todesjahr des Vorgängers das Jahr 1233 angeben, sagen sie doch, dass die oben erwähnte Bulle Gregors IX. vom 10. Dezember 1232 an diesen Abt erlassen worden sei; möglicherweise kam sie erst in Pfäfers an, als Abt Ludwig schon tot war. Die Urkunden, die aus der Regierungszeit dieses Abtes erhalten sind[i], betreffen Lehenverleihungen, Streitigkeiten, Verkauf und Schenkung.

 

Unter diesem Abte sollen 1240 oder 1242 die warmen Quellen in der Tamina entdeckt worden sein. Ein Jäger des Grafen von Hohenbalken habe sie, wie er Raben ausnehmen wollte, gefunden. Nach andern (Leu) wären es Klosterjäger gewesen (Filz und Thürli von Vilters), die ebenfalls auf der Jagd auf die warmen Quellen aufmerksam wurden.

 

Zu dieser Zeit lebte als Mönch und Priester an der St. Otmarskirche in St. Gallen Konrad von Pfäfers, der in Pfäfers erzogen worden sein soll (?) und durch seine Gelehrsamkeit und seine geschichtlichen und poetischen Werke berühmt ward.[ii]

 

Abt Hugo starb am 10. April (1245). Auf den 7. März findet sich im ältesten Nekrologium (von zweiter Hand) folgender Eintrag, der weit eher auf unsern Abt passen dürfte: «Hugo Abb. pro cujus anima datur in festo Osualdi simula ij fercula piscium et carnium staupus vini et hoc statuit de communi consilio fratrum. Dantur autem hodie de Werchis j solidus mercedis, ex curia Valendes XViij d mercedis. De Valentini j solidus mercedis. De Flumius iiij casei. Ipse pro recompensatione redemit Ecclesiae v s. mercedis in panna (et istud ferculum debet expedire procurator prioris missae;» letzteres von späterer Hand).



[i] Wegelin, Reg. 72-76.

[ii] S. Professbuch von St.Gallen, pag. 193 und 222.

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