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Eglolf von Wolfurt

Nr. 46

 

Eglolf von Wolfurt (1327-1330)

 

1327, 24. Januar inkorporiert Bischof Johannes von Chur dem Kloster die Kirche von Ragaz, mit deren Filiale in Valens, da das Kloster in dem Streite zwischen Bischof Rudolf von Chur und Donat von Vatz sehr gelitten hatte.[i] Die übrigen bei Wegelin angeführten Urkunden[ii] betreffen Tausch und Verkauf.

 

Seinen Tod hat die zweite Hand ins älteste Nekrologium eingetragen: «Non. Febr. (5. Febr.) Anno Dni MCCCXXX Eglolfus de wolfurt Abbas hujus Monasterii obiit in cujus anniversario datur 1 solidus const. unicuique sacerdoti ea die in nro Monasterio celebranti.[iii]

 

Wegelin[iv] bringt einen Offnungs-Rodel der Rechtsame und Freiheiten des Gotteshauses Pfäfers vom 4. Februar 1329, den ein Abt Ulrich im Beisein des Grafen Hugo von Werdenberg-Sargans erneuert haben soll. Die Urkunde wird aber als sehr verdächtig bezeichnet, denn nicht nur kommt um diese Zeit kein Hugo von Werdenberg, sondern auch kein Abt Ulrich vor. Während Eichhorn die Urkunde als echt annimmt, aber bemerkt, Ulrich könne nicht Abt von Pfäfers gewesen sein, führt Leu ihn als Abt auf. Er nennt ihn: Udalricus von Lenzburg. 1328 soll er aus dem Stifte Einsiedeln postuliert, aber schon 1331 zum Bischof von Chur erwählt worden sein. Beides sind völlig unhaltbare Annahmen, denn in Einsiedeln weiss man von einer solchen Postulation nichts, und Chur erhielt durch Papst Johann XXII. am 14. Juni 1331 «Ulrich, aus dem Orden der Augustiner Eremiten, unsern Pönitentiar» zum Bischof.[v] Von einem Abt Ulrich um diese Zeit kann daher keine Rede sein, obwohl sich im jüngern Nekrologium von Pfäfers sein Todestag auf den 25. März 1355 verzeichnet findet. Das Todesdatum ist für Bischof Ulrich V. Ribbi (genannt von Lenzburg) von Chur richtig. Auch Suiter hat diesen Abt.

 



[i] Wegelin, Reg. 136, 137 und 138.

[ii] Wegelin, Reg. 140 und 141.

[iii] Confr. Wegelin, Reg. 142.

[iv] Wegelin, Reg. 139.

[v] Mayer, Geschichte des Bistums Chur, pag. 346.

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