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Beda Fink

Nr. 68

 

Beda Fink (1637-1644)

 

Er war von Solothurn. Geboren 5. Juli 1611. Eltem Victor und Magdalena Böschung. Profess 16. Januar 1628. Subdiakon 18. September 1632; Diakon 24. September 1633; Priester 29. Juli 1635; sämtliche Weihen durch·Nuntius Ranuccio. Das Pfarrverzeichnis von Valens führt ihn als Pfarrer auf von 1636-1640. Er wird mit 27 Jahren zum Abte gewählt. An der Wahl nahmen, wie Leu berichtet, auch die Fratres teil. 1637 erhielt er von den Orten den Schirmbrief ; weil aber darin einiges enthalten war, was den Rechten des Gotteshauses zuwider lief, legte er dagegen Verwahrung ein (1637). Zur gleichen Zeit ergaben sich auch Streitigkeiten mit dem Landvogte.[i] Kaiser Ferdinand III. bestätigte ihm am 7. Dezember 1642 die Privilegien.[ii] Abt Beda führte sich anfänglich gut auf; aber bald fing er ein schlimmes Regiment an, lebte ärgerlicher als Abt Michael. Das Gotteshaus kam in grosse Schulden, und so legte der Abt auf der Versammlung der Äbte in Engelberg 1645 die Abtswürde nieder, ohne Vorwissen seines Konventes, was man ihm dort sehr übel nahm. Während der folgenden Jahre führte er ein ruheloses Wanderleben. 1658, den 17. Oktober, verlieh ihm Abt Gallus von St.Gallen die durch Resignation des Plazidus Meyli frei gewordene Pfarrei Bitzenschwil (Bütschwil). Um 1656 muss er Pfarrer in Busskirch gewesen sein.[iii] 1663, 12. Februar, verschaffte ihm Abt Gallus die Pfarrei Peterzell. 1665, den 23. September, bestellt ihn derselbe Abt als Beichtiger für das Kloster S. Maria Montis Angelorum in Wattwil. 1678 und 1683 befindet er sich in Pfäffikon. 1684,15. März, kommt er nach Einsiedeln. Zuletzt kehrt er wieder nach Pfäfers zurück, wo er am 2. Juli 1691 starb und als erster in der neuen Kirche bestattet wurde. Ein Porträt des Abtes befindet sich in Privatbesitz. Johann Gabriel Dolder von Glarus schenkte ihm 1642 Gilg Tschudis Schrift «Vom Fegfeuer».[iv]

 



[i] E.A. V, 2, pag. 1659.

[ii] Pf. U.A. Nr. 860.

[iii] Ein Verzeichnis seiner Einkünfte daselbst aus den Jahren 1656-1658 hat sich noch erhalten (Pf. U.A. Nr. 998).

[iv] Pfäferser B. Archiv XV.

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