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Sankt Galler Verbrüderungsbuch

Die lebenden und verstorbenen Wohltäter des Klosters oder Das St.Galler Gedenk- und Verbrüderungsbuch des 9. Jahrhunderts

Diese Pergamenthandschrift des 9. Jahrhunderts diente zur Aufnahme der Namen von Wohltätern und Verbrüderten des Klosters, derer man im Gottesdienst gedachte. Wegen ihres rechtlichen Charakters liegt sie im Stiftsarchiv unter den Urkunden und nicht in der Sammlung der Handschriften der Stiftsbibliothek. Derartige Gebetsverbrüderungen haben in der heutigen Zeit in etwa Parallelen in Städtepartnerschaften. Die Namenlisten wurden gewöhnlich unter dekorativ gestalteten Arkadenbögen eingetragen. Die St.Galler Namenlisten stammen aus halb Europa.

 

Die hier abgebildete Seite bringt die Namen der Schwestern von St. Stephan in Strassburg sowie des Klosters Schänis, eines der alten Frauenklöster im heutigen Kanton St.Gallen. In den Spalten sind die Namen der Nonnen aufgeführt, die fast alle germanischen Ursprungs sind, im Gegensatz etwa zum zeitgenössischen romanischen Mönchskonvent der Abtei Pfäfers, mit der St.Gallen ebenfalls verbrüdert war.

 

Signatur: StiASG, C3 B55.

MGH. Libri confraternitatum sancti Galli, Augiensis, Fabariensis, ed. Paul Piper, Berlin 1884, S. 1-144; Michael Borgolte, Dieter Geuenich, Karl Schmid: Subsidia Sangallensia I. Materialien und Untersuchungen zu den Verbrüderungsbüchern und zu den älteren Urkunden des Stiftsarchivs St.Gallen. St.Gallen 1986 (= St.Galler Kultur und Geschichte, Bd. 16), S. 13-283.

 

Text nach: Werner Vogler, Kostbarkeiten aus dem Stiftsarchiv St.Gallen in Abbildungen und Texten, St.Gallen 1987, S. 28.

 


Stiftsarchiv St.Gallen, C3 B55

Stiftsarchiv St.Gallen, C3 B55. Vorderseite von Blatt 13 des St.Galler Verbrüderungsbuches mit den Listen der Schwestern von St. Stephan in Strassburg und jener von Schänis.

  


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