Accesskeys

Landkarten

Wie verlief der Rhein zwischen Rüthi und dem Bodensee um 1765? Wie wurde damals der Boden genutzt? In welchen Kirchen gingen sowohl Katholiken als auch Reformierte ein und aus? Und wo befanden sich Bäder, damit sich die Menschen gründlich waschen konnten? Der reformierte Pfarrer, Chronist und Kartograf Gabriel Walser (1695-1776) zeichnete von Hand die Landkarte „Vallis Rhenana“, zu Deutsch „das rheinische Tal“. Sie lässt heute, etwa zum Verlauf des Rheins, interessante Vergleiche zu.

 

Dieses Unikat liegt heute zusammen mit rund 3‘000 weiteren topografischen Karten in der Kantonsbibliothek. Vier Kartenblätter stammen aus dem 16. Jahrhundert, 86 aus dem 17., 164 aus dem 18. und rund 1570 aus dem 19. Jahrhundert. Ihr Schwerpunkt ist das Gebiet des heutigen Kantons St.Gallen.

 

Die zwischen 1851 und 1854 entstandenen Eschmann-Karten sind die ersten, die auf Vermessungstechnik und nicht mehr auf Vermessungsmethoden von Hand beruhen. Sie sind ebenso Teil der Sammlung wie 604 zwischen 1870 und 1926 entstandene Kartenblätter des „Topographischen Atlas“ und die Blätter der neuen Landeskarte ab 1938.

 

Schul- und Tourismuskarten, Stadt- und Ortspläne, Panoramen sowie einige Architekturpläne, etwa jene von Johann Christoph Kunkler (1813-1898), ergänzen die Sammlung. Sie wird fortlaufend mit neuen st.gallischen Karten ergänzt.

 

Neben Kantonskarten und wichtigen Schweizer Karten, etwa derjenigen von Johann Jakob Scheuchzer von 1712, gibt es auch wenige Reliefkarten und Raritäten wie zum Beispiel den „Plan de Moscou“ von 1807! Und seit die „Ostschweizerische Geographisch-Kommerzielle Gesellschaft“ 1928 ihre Bibliothek der Vadiana geschenkt hat, verfügt sie auch über eine grosse Sammlung alter und wertvoller Atlanten.

 

Die Karten sind im Katalog des St.Galler Bibliotheksnetzes recherchierbar.