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Masern

Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung. Einzelne Masernkomplikationen wie Mitte­lohr- oder Lungenentzündungen (5-15 auf 100 Fälle) oder Gehirnentzündungen (1 auf 1000 Fälle) sind besonders gefürchtet, da sie tödlich verlaufen (1-3 Todesfälle auf 10'000 Erkrankte) oder Restschäden hinterlassen können.

 

Was kann ich tun, um mich selbst und andere vor einer Masernerkrankung zu schützen?

Der ein­zige Schutz ist die zweimalige Masern-Impfung (kombinierte Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln = MMR-Impfung). Nach der Impfung gibt es selten lokal eine Reaktion auf den Stich. Ungefähr eines von zehn Kindern reagiert mit leichtem Fieber. Manchmal (2-4 Fälle/100) zeigen sich rote Haut­flecken oder eine Schwel­lung der Speicheldrüsen. Sehr hohes Fieber kann einen kaum gefährlichen Fieberkrampf zur Folge haben (1 Kind von 3000). Schwere Neben­wir­kungen sind extrem selten (<1/Million), viel seltener als Komp­likationen bei Erkrankung durch die Masern.

 

Es gibt nur wenige Personen, die nicht gegen Masern geimpft werden können, beispiels­weise Kinder unter 6 Monaten, Schwangere, Frauen mit geplanter Schwangerschaft innert 3 Mo­na­ten und Per­sonen mit Immunabwehrschwäche. Ihr Arzt wird dies abklären.

 

Habe ich die Masern – und was soll ich dann tun?

Bei allen Kindern und Erwachsenen mit Hautaus­schlag und Fieber müssen Masern als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden. Dies klärt die Hausärztin oder der Hausarzt ab. Wird die Diagnose Masern gestellt, sind die daran erkrankten Kinder bzw. Erwachsenen vom Besuch der Kinderkrippe, der Schule oder der Arbeit unverzüglich zu dispensieren und dürfen erst wieder ab dem 5. Tag nach Beginn des Ausschlages zurückkehren, dann ist man nicht mehr ansteckend!

 

Kontaktpersonen zu Masernkranken

Jede gesunde Person, die Kontakt mit einer oder einem Masern-Kran­ken hatte, sollte sich sofort vergewissern, ob sie schon gegen Masern geimpft worden ist (im Impfausweis nachschauen). Die zweimalige Impfung oder eine durchgemachte Masernerkran­kung bietet lebenslangen Schutz gegen Masern, solche Personen können die Masern auch nicht weiter­verbreiten. Praktisch alle Erwachsenen mit Jahrgang 1963 und älter sind schon an Masern erkrankt.

 

Für Personen (Jahrgang 1964 oder jünger), welche Masern nicht durchgemacht haben und noch nie gegen Masern geimpft worden sind und Kontakt zu einem Masern-Kranken hatten, gilt Folgendes:

 

  • Personen, die im gleichen Haushalt leben wie die oder der Masern-Kranke und in Gemeinschafts- oder Gesundheitseinrichtungen (Gemeinschaftseinrichtungen: Schulen, Kinderkrippen, Hort etc. Gesundheitseinrichtungen: Spitäler, Alters-/Pflegeheime, Arztpraxen etc.) arbeiten/tätig sind oder einen Teil ihrer Zeit dort verbringen, müssen während 21 Tagen zu Hause bleiben (Masern können max. 21 Tage ab Ausbruch des Hautausschlages der Patientin oder des Patienten ausbrechen. Während dieser Zeit ist man ansteckend).
    Impfung: 1. Dosis drei Wochen nach Masernerkrankung; 2. Dosis einen Monat nach Erstdosis.

  • Für alle anderen Personen gilt:
    • Sie sollten sich innert 72 Stunden nach Kontakt zum Masernkranken bei der Hausärztin oder beim Hausarzt gegen Masern impfen lassen; 2. Impfdosis einen Monat nach Erstdosis.
    • Wer sich innert 72 Stunden nicht impfen lassen will und in  Gemeinschafts-oder Gesundheitseinrichtungen einen Teil seiner Zeit verbringt, muss während 21 Tagen zu Hause bleiben.


Personen, welche Kontakt mit einem Masernkranken hatten und nur einmal geimpft sind, sollen sich so schnell als möglich impfen lassen.

 

Als letzte Massnahme ist die vorübergehende Schliessung einer Schulklasse bzw. einer Kinder­krip­pen­gruppe oder sogar einer gesamten Einrichtung zu erwägen, wenn diese einen grossen und un­kontrollierbaren Masernherd darstellt.

 

Masern und Epidemiengesetz

 

Art. 28 der Epidemienverordnung (SR 818.101.1) lautet:

 

1 Die Schulbehörden sorgen dafür, dass die gesetzliche Vertretung beim Eintritt des Kindes in den Kindergarten oder in die Schule über Masern, die Masernimpfung und die Massnahmen, die die kantonalen Behörden bei Masernausbrüchen ergreifen können, informiert ist.

 

2 Absatz 1 gilt sinngemäss für Kindertagesstätten

 

3 Die Schulbehörden und Kindertagesstätten sorgen dafür, dass die gesetzliche Vertretung bei Krankheitsausbrüchen mit ähnlich gravierenden Auswirkungen wie bei Masern Informationen nach Absatz 1 erhält.

 

 

Informationen für Ärztinnen und Ärzte

 

- Merkblatt Masern: Bei Masern handel es sich um eine weltweit vebreitete und hochansteckende Virusinfektion. Aufgrund der hohen Morbidität, des Schweregrades gewisser Komplikationen und des Fehlens einer spezifischen Therapie stellen Masern ein Problem der öffentlichen Gesundheit dar. 

 

Informationen für Kindertagesstätten, Hort oder Kinderkrippen:

 

- Elternbrief Kita-Hort-Krippen: Information für die Eltern und Erziehungsberechtigte, deren Kinder Kindertagesstätten, Hort,  Kinderkrippen aufsuchen. Dieser Brief sollte jeweils beim Eintritt in eine Institution den Eltern abgegeben werden.

 

- Masern in Schulen-Kitas-Hort-Krippen – was tun? Information an Leiterinnen und Leiter von Kindertagesstätten, Kinderhort und Kinderkrippen.

 

- Masernfall – Informationen für die Eltern: Wenn Masern in der Institution auftritt, sollten die Eltern mit diesem Schreiben informiert werden.

 

- BAG: Empfehlungen zur Masernprävention in Kindertagesstätten

 

 

Informationen für Kindergarten und Schulen

 

- Elternbrief Schule: Information für die Eltern und Erziehungsberechtigte von Schülerinnen und Schülern im Kanton St.Gallen. Dieses Schreiben sollte bei Eintritt in den Kindergarten/Schule den Eltern abgegeben werden.

 

- Masern in Schulen-Kitas-Hort-Kinderkrippen - was tun? Information an Schulleiterinnen und –leiter von öffentlichen Volks-, Mittel und Berufs- und Privatschulen.

 

- Masernfall – Informationen für die Eltern: Wenn Masern in der Institution auftritt, sollten die Eltern mit diesem Schreiben informiert werden.

 

 

- Masern-Merkblatt-Allgemeine Informationen für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Erziehungsberechtigte, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

 

- Masernprävention Empfehlungen in Gemeinschaftseinrichtungen

 

- BAG: Masernelimination: Informationen für die Schulen

 

Weitere Informationen

BAG-Seite Masern

 

Verantwortlich für den Inhalt

Kantonsärztlicher Dienst

  Gesundheitsdepartement Kanton St.Gallen
Adresse: Oberer Graben 32
9001 St.Gallen
Telefon: +41 58 229 35 64
Fax: +41 58 229 46 09


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