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Rettungswesen / Katastrophenvorsorge

Rettungswesen / Katastrophenvorsorge

 

Die Verantwortung für die Gewährleistung eines flächendeckenden Rettungsdienstes liegt beim Kanton. Die Spitalregionen erfüllen diese Aufgabe im Rahmen ihres Leistungsauftrags gemäss den Richtlinien zur Anerkennung von Rettungsdiensten des Interverbands für Rettungswesen. Sie tun dies in enger Zusammenarbeit mit dem Sanitätsnotruf 144 in der Kantonalen Notrufzentrale und führen deren Aufträge aus, ergänzt durch die Luftrettung, durch den Notfalldienst der praktizierenden Ärzteschaft, durch die speziellen Rettungsdienste für Berg- und Seerettung sowie durch private Spitäler und Rettungs- und Krankentransportdienste.

Damit diese Aufgabe gewährleistet werden kann, haben sich die vier Spitalregionen in Bezug auf das Rettungs-/Katastrophenwesen folgendermassen organisiert:

 

Regio 144

 

Der Rettungsdienst Regio 144 versorgt rettungsdienstlich das Einzugsgebiet des Wahlkreises See-Gaster sowie des Spitals Wetzikon, wobei die Gemeinden Wessen, Amden, Schänis durch den Rettungsdienst Glarus versorgt werden. Die Regio 144 hat ihren Rettungsstützpunkt im alten Spital Rüti. Es ist eine privatwirtschaftlich agierenden Aktiengesellschaft, deren Hauptaktionäre die Spitäler Wetzikon und Linth sind. Die Inbetriebnahme der Regio 144 erfolgte am 1. April 2007.

 

Rettung St.Gallen

 

Seit Anfang 2014 haben sich die Rettungsdienste der drei Spitalverbunde St.Gallen, Rheintal Werdenberg Sarganserland und Fürstenland Toggenburg vereint unter dem Namen „Rettung St.Gallen“; sie stehen unter der Führung der drei CEO’s; das Personal bleibt weiterhin bei den einzelnen Spitalverbunden angestellt. Ihr Einzugsgebiet umfasst den ganzen Kanton St.Gallen mit Ausnahme des Wahlkreises See-Gaster, welchen vom Rettungsdienst Regio 144 versorgt wird.

 

Kantonale Notrufzentrale

 

Zur Sicherstellung einer raschen, zuverlässigen und qualitativ hoch stehenden Bearbeitung aller Notrufe werden diese zentral in einer einzigen Kantonalen Notrufzentrale (KNZ, Standort: Stadt St.Gallen) erfasst. Die Kantonspolizei betreibt im Auftrag des Kantons die Notrufzentrale, welche Alarmierungsstelle ist für die Notrufe 112, 117, 118 und 144. Die Nummer 144 wird für das gesamte Kantonsgebiet und - durch Verträge geregelt - für die beiden Halbkantone Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden sowie für den Kanton Glarus betrieben. Die Disponenten der Nummer 144 werden von der Rettung St.Gallen gestellt. 

 

Private Rettungs- und Krankentransportdienste bedürfen gemäss Verordnung über den Betrieb privater Einrichtungen der Gesundheitspflege vom 2. März 1999 (sGS 325.11, Art. 25) einer Bewilligung.

 

Katastrophenvorsorge

 

Jeder der vier Spitalverbunde verfügt im Bereich der Katastrophenmedizin über einen gleichlautenden Leistungsauftrag: "Der Spitalverbund stellt die interne  Katastrophenorganisation in seinem Einzugsgebiet sicher. Er beteiligt sich an den Vorbereitungen für den Rettungseinsatz bei Grossereignissen, primär in seinem Einzugsgebiet, sekundär im ganzen Kantonsgebiet. Grundlage bietet das Konzept GRAL (= Gesundheits- und Rettungswesen in ausserordentlichen Lagen) gemäss RRB Nr. 1452 vom 8.Oktober 1996. Der Rettungsdienst arbeitet dabei eng mit benachbarten Spitalregionen und weiteren Regionen zusammen. Bei Bedarf und nach Möglichkeit besteht Beistandspflicht für benachbarte Spitalverbunde. Nötigenfalls ist die sanitätsdienstliche Führung am Schadenplatz einer benachbarten Region sicherzustellen. Für besondere Bedrohungen gelten spezielle Weisungen.“

 

 

Verantwortlich für den Inhalt

Kantonsarztamt

  Gesundheitsdepartement Kanton St.Gallen
Adresse: Oberer Graben 32
9001 St.Gallen
Telefon: +41 58 229 35 64
Fax: +41 58 229 46 09


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