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eHealth Roadmap

www.ehealth.sg.ch
Roadmap E-Health-Vorhaben

1. Internationale / europäische Ebene

Für einen Kanton in der Grenzregion zu europäischen Nachbarstaaten sind speziell die internationalen Entwicklungstendenzen von Bedeutung. So fordert die Weltgesundheitsorganisation WHO von ihren Mitgliedstaaten "to consider drawing up a long-term strategic plan for developing and implementing eHealth services [...], to develop the infrastructure for information and communication technologies for health [...], to build on closer collaboration with the private and non-profit sectors in information and communication technologies".

"Elektronische Gesundheitsdienste sind wichtig". Mit dieser prägnanten Aussage beginnt der Aktionsplan für einen europäischen Raum der elektronischen Gesundheitsdienste. Die Kommission der Europäischen Gemeinschaft fordert Engagement und Vorangehen der Gesundheitsbehörden insbesondere in finanziellen und organisatorischen Fragen. "Bis Ende 2005 soll jeder Mitgliedstaat eine nationale oder regionale Marschroute (roadmap) für die elektronischen Gesundheitsdienste entwickeln. Dabei sollte der Schwerpunkt auf dem Ausbau der Online-Gesundheitssysteme liegen, mit Zielvorgaben für die Interoperabilität und die Nutzung elektronischer Gesundheitsdatensätze; behandelt werden sollten auch Fragen wie die Kostenerstattung für Online-Gesundheitsdienste".

Eine wichtige Komponente der Interoperabilität von Gesundheitsinformationssystemen ist die eindeutige Kennzeichnung einer Person (Master Patient Index, MPI). Die europäische Krankenversicherungskarte (EKVK/EHIC) enthält die persönliche Kennung eines Patienten als Teil der Daten, dies es ermöglichen, mittels der Karte in einem anderen europäischen Mitgliedstaat behandelt zu werden. Die Versichertenkarte nach Art. 42a KVG wird diese Angaben auf der Rückseite tragen.

 

2. Nationale Ebene

Um gemeinsam ein besseres Gesundheitswesen zu entwerfen, muss eine gemeinsame Vorstellung über den anzustrebenden Zielzustand entwickelt werden. Zu diesem Zweck hat der Bundesrat am 27. Juni 2007 die "Strategie eHealth Schweiz" mit Vision, Zielen und Massnahmen für eine schrittweise Umsetzung in den Jahren 2007 bis 2015 genehmigt. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) Grundlage haben eine öffentlich-rechtliche Rahmenvereinbarung unterzeichnet, um die Zusammenarbeit von Bund und Kantonen sowie der Kantone untereinander zur Umsetzung der Strategie "eHealth" Schweiz (Strategie "eHealth") zu klären. Darin vereinbarten Bund und Kantone die Schaffung eines Koordinationsorgans, das auf kantonaler oder nationaler Ebene Projekte und Anwendungen zur elektronischen Vernetzung medizinischer und administrativer Informationen und Prozesse im Gesundheitswesen steuert und koordiniert.

 

3. Kantonale und regionale Ebene

Vor diesem Hintergrund sieht die eHealth Strategie des Kantons St.Gallen als mittelfristiges Ziel vor, bis 2010 den strukturierten Austausch medizinischer Daten (in Form eines zusammenfassenden Auszuges der Krankengeschichte, Patient Record Summary) mindestens zwischen den stationären Einrichtungen sicherstellen zu können. Wenn im Fernziel die Menschen in der Schweiz den Fachpersonen ihrer Wahl unabhängig von Ort und Zeit relevante Informationen über ihre Person zugänglich machen wollen, dann setzt es voraus, dass die Leistungserbringer die Behandlung ihrer Patientinnen und Patienten elektronisch dokumentieren. Die Leistungserbringer in der Schweiz haben hier noch eine enorme Arbeit vor sich, vor allem die frei praktizierende Ärzteschaft: erst etwa einer von zwölf Behandelnden führt eine elektronische Patientendokumentation im Sprechzimmer. Die heutigen Informatiksysteme in den Spitälern sind mehrheitlich auf die einzelne Klinik beschränkt (KIS). Sie müssen sich weiter entwickeln und die auf die Patienten zentrierte, durchgehende Dokumentation unterstützen. Erst dadurch wird der strukturierte Austausch eines ePatientendossiers mit anderen Leistungserbringern möglich. Hier nimmt der Kanton seine Verantwortung wahr und führt mit dem Projekt Patientenmanagementsystem (PMS) in allen öffentlichen Spitälern stufenweise ein einheitliches, integriertes, medizinisch-pflegerisches, elektronisches System ein. Gleichzeitig werden die Grundlagen zur Einführung von SwissDRG gelegt.

E-Health Care Kongress

Am 28. und 29. September 2006 fand der 6. Schweizerische eHealthcare Kongress in Nottwil LU statt. Dabei konnte Hansjörg Looser, Leiter Controllerdienst, Gesundheitsdepartement Kanton St. Gallen im Rahmen einer Keynote die regionalen eHealth- Aktivitäten in der Ostschweiz vorstellen.

Verantwortlich für den Inhalt

E-Health

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Adresse: Oberer Graben 32
9001 St.Gallen
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