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Ponte Vecchio - verbindet Ärztenetze mit Spitälern


Projektbeschreibung aus Sicht von:

Bürgerinnen und Bürger    |    Gesundheitsfachpersonen


Projektziel

Das Vorhaben «Ponte Vecchio» (=Alte Brücke) zielte darauf ab, das Informationsungleichgewicht zwischen stationärem Sektor und Managed Care-Organisationen aufzuheben, indem die Managed Care-Organisation

a.    auf patientenrelevante Spitaldokumente zugreifen kann (Pull),

b.    über etwaige Veränderungen informiert wird (Push).

 

Die Lösung richtete sich in einer ersten Phase an Arztpraxen, die ihre Managed Care-versicherten Patientinnen und Patienten in der Rolle als «koordinierender Arzt» behandeln.

 

«Ponte Vecchio» leistete damit einen wertvollen Beitrag zur Vorbereitung für die Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD) . Mit Inkraftsetzung des Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier (EPDG) per 15. April 2017 ist das Vorhaben abgeschlossen worden.

Kanäle

Zu diesem Zweck wird eine elektronische Kommunikationsbrücke (=Ponte) zwischen der Gemeinschaft der Spitalverbunde mit 10 Spitälern im Kanton St.Gallen und der Gemeinschaft der Managed Care-Organisationen errichtet.

 

Sie ist standardisiert und strategiekonform gemäss Empfehlungen von eHealth Suisse. Damit bildet sie die technische Grundlage für das erwartete elektronische Patientendossier nach EPDG.

 

Meilensteine

  • 19.11.2012 Unterzeichnung Vertrag / Projektstart
  • 31.12.2012 Konzept Anwendungsfall fertig
  • 31.05.2013 Spezifikation Lösungskomponenten fertig/ Geschäftsmodell
  • 30.06.2013 Realisierung Lösungskomponenten fertig:
    - User Inteface BlueEvidence
    - ShareCare HPI Erweiterung / Anpassung
    - Kommunikationsbrücke
  • 24.10.2013 Âbnahme und Entscheid Go Live
  • 23.05.2014: Evaluation durch eHealth Suisse
  • 2014-2017: Regionale Erprobung
  • April 2017: Projektabschluss, EPDG formell in Kraft gesetzt

Ressourcen

Die Umsetzung von «Ponte Vecchio» benötigt die folgenden Ressourcen:

 

Auf Seite der Spitalverbunde:

Austrittsdokumente werden in einem Dokumentenregister eingetragen und sind damit für berechtigte Behandelnde (für Ärztenetze über einen Gateway) standardisiert und datenschutzkonform abrufbar.

 

Auf Seite der Arztpraxen:

In der Arztpraxis nutzen Sie BlueEvidence zur Administration ihrer Versicherten mit besonderer Versicherungsform der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gemäss Art. 41 Abs. 4 sowie Art. 62 Abs. 1 und 3 im Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) vom 18. März 1994. Sie nutzen zusätzlich ShareCare HPI und erhalten in ein neues Register, in dem alle in BlueEvidence verwalteten Patienten dargestellt werden. Sobald neue Dokumente aus den Spitalverbundenen des Kantons St.Gallen abrufbar sind, wird automatisch ein entsprechender Hinweis dargestellt und das elektronische Dokument kann eingesehen werden.

 

Auf Seite der Patientinnen und Patienten:

Versicherte mit besonderer Versicherungsform im Hausarztmodell  unterzeichnen eine Einwilligung (AVB) und wählen einen am Modell teilnehmenden Grundversorger-Arzt als Hausarzt. Dieser ist dann für alle gesundheitlichen Probleme die Anlaufstelle und koordiniert im weiteren Verlauf allenfalls notwendige spezialärztliche Abklärungen und Behandlungen.

 

Kundenbeziehungen

Das Vorhaben unterstützt die Beziehung zwischen Patient – Arzt – Spital in drei Phasen:

 

In der Startkonfiguration (Phase I) steht die gerichtete Kundenbeziehung vom Spital in die Arztpraxis im Vordergrund. Arztpraxen können die von den Spitälern freigestellten Patientendaten lesen. Als Voraussetzung muss der Patient die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) für eine besondere Versicherungsform unterzeichnen und einen Hausarzt als «koordinierender Arzt» bezeichnen.

 

Sobald Patienten auch in den Spitalverbunden eine schriftliche Einwilligung hinterlegen (Phase II), können die Daten von denjenigen Patienten eingesehen werden, die keine besondere Versicherungsform gewählt haben, bzw. auch von Behandelnden eingesehen werden, die nicht Mitglied einer Managed Care Organisation sind.

 

Mit Inkraftsetzung des Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier (EPDG, Phase III) gilt die Einwilligung auch für diejenigen Daten, die aus den Arztpraxen bereit gestellt werden.

Damit kommt es zum "Austausch" der Patientendaten, bzw. dem gegenseitigen Zugriff auf die weiterhin dezentral gehaltenen Patientendaten. In dieser Übergangszeit muss auch die Arztpraxis eine schriftliche Einwilligung des Patienten einholen, um den Spitalverbunden den Zugriff auf Patientendaten zu ermöglichen.

 

Partner

«Ponte Vecchio» ist ein gemeinsames Projekt folgender Partner:


Kostenstruktur

Die Finanzierung des Projekts erfolgt gemeinschaftlich durch die öffentliche Hand (Kanton St.Gallen, Spitalverbunde) und private Partner (BINT und Bluecare/HIN). Nach der Projektlaufzeit zum Aufbau der Lösung und Evaluation durch eHealthSuisse erfolgt der Betrieb der Lösung durch die privaten Partner selbsttragend.

 

 

 

 

 

 

 

 

   

Vom Versand der Spitaldokumente per Briefpost bisher...

Vom Versand der Spitaldokumente per Briefpost bisher...

... zur strategiekonformen Umsetzung über die Brücke: Sofort und gleichzeitig Zugriff auf elektronische Spitaldokumente für berechtigte Ärzte in Ärztenetzen und Spitälern

... zur strategiekonformen Umsetzung über die Brücke: Sofort und gleichzeitig Zugriff auf elektronische Spitaldokumente für berechtigte Ärzte in Ärztenetzen und Spitälern

Verantwortlich für den Inhalt

E-Health

  Gesundheitsdepartement Kanton St.Gallen
Adresse: Oberer Graben 32
9001 St.Gallen
Telefon: +41 58 229 34 81