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Perspektive Schülerin und Schüler

Das bringt der Lehrplan Volksschule für die Schülerinnen und Schüler

1. Wissen und Können in unterschiedlichen Situationen anwenden

Der Lehrplan Volksschule legt als Ziel des Unterrichts sogenannte Kompetenzen fest. Dies bedeutet: 1. Die Schülerinnen und Schüler erwerben Wissen und Können. 2. Sie verbinden dieses Wissen und Können und wenden es in unterschiedlichen Situationen an. 3. Sie entwickeln das Selbstvertrauen und die Motivation, die nötig sind, um das Wissen und Können tatsächlich zu nutzen.

 

2. Lernweg auf einen Blick

In jedem Fachbereich gibt es einen Kompetenzaufbau. Das heisst, vom Kindergarten bis zum

Abschluss der Oberstufe sehen alle Beteiligten, wie sämtliches Wissen und Können auf dem

bisher Gelernten aufbaut. Individuelle Lernwege eines Kindes können so gut ab gebildet werden. Zudem erleichtert dieser Aufbau die Absprache zwischen den Lehrpersonen.

 

3. Stärkere Förderung erhalten

Der Lehrplan Volksschule berücksichtigt mehr als bisherige Lehrpläne, welche Vorkenntnisse die Schülerinnen und Schüler haben, wie motiviert sie sind und auf welche Art sie am besten lernen. Mit Hilfe der Kompetenzstufen mit unterschiedlichen Anforderungen können die Lehrpersonen die einzelne Schülerin und den einzelnen Schüler stärker fördern, angepasst an deren Möglichkeiten und Lernfortschritt.

 

4. Einfacher in die Berufslehre wechseln

Der Lehrplan Volksschule legt fest, welche Grundansprüche die Schülerinnen und Schüler bis zum Ende des 2., 6. und 9. Schuljahres erreichen sollen. Lehrbetriebe und Berufsschulen wissen damit genauer als bisher Bescheid über die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schulabgänger. Sie können den Unterricht besser darauf ausrichten. Dies macht es für die Schülerinnen und Schüler einfacher, den Übergang von der Volksschule zur Sekundarstufe II zu schaffen und die Erwartungen zu erfüllen.

 

5. Grösseres Interesse an Naturwissenschaften und Technik entwickeln

Mit dem Lehrplan Volksschule wird der Bereich erhalten die Naturwissenschaften und die Technik - unterrichtet im Fachbereich «Natur, Mensch, Gesellschaft» - zusätzliches Gewicht in der Volksschule. Kinder und Jugendliche eignen sich früher Wissen und Können zu diesen Themen an, auf eine Weise, die ihrem Alter entspricht. Sie entwickeln grösseres Interesse, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie später eine naturwissenschaftliche oder technische Ausbildung wählen. Damit gewinnt die Wirtschaft mehr dieser dringend benötigten Fachkräfte.

 

6. Informatikmittel kompetent und sinnvoll nutzen

Digitale Medien haben unseren Alltag nachhaltig verändert und ihre Bedeutung wird weiter zunehmen. Dieser Entwicklung trägt der Lehrplan Rechnung. «Medien und Informatik» fliesst in alle Fachbereiche ein und wird zusätzlich von der 5. Primarklasse bis zur 2. Oberstufe mit einer Lektion pro Woche unterrichtet.

 

7. Nachhaltige Entwicklung mitgestalten

Der Lehrplan Volksschule behandelt die nachhaltige Entwicklung vor allem im Fachbereich «Natur, Mensch, Gesellschaft». Dazu gehören Themen wie Demokratie, Gleichstellung, natürliche Umwelt und Gesundheit. Die Schülerinnen und Schüler erwerben Kompetenzen, die es ihnen ermöglichen, über Nachhaltigkeit nachzudenken und die nachhaltige Entwicklung mitzugestalten.

 

8. Einen Umzug besser meistern

Der Lehrplan Volkschule basiert auf dem Lehrplan 21. Dieser ist der erste gemeinsame Lehrplan für die Volksschule in den 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantonen. Für alle deutschsprachigen Schülerinnen und Schüler gelten unabhängig von ihrem Wohnkanton dieselben Anforderungen und Ziele. Damit finden sie sich nach einem Umzug in einen anderen Kanton in der neuen Schule besser zurecht. 

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